Regensburg (Bayern) – Ein tödlicher Messerangriff in einer Bankfiliale erschüttert die Stadt. Günter P. (58), Filialleiter der Hypovereinsbank in Regensburg-Prüfening, erlag am Donnerstag seinen Verletzungen, nachdem er von Eduard M. (20) niedergestochen worden war. Der 58-Jährige hatte wie gewohnt Kunden betreut, mit Kollegen gesprochen und den täglichen Betrieb der Bank am Rennplatz Zentrum geleitet. Am Nachmittag betrat ein junger Mann (20) das Gebäude. Kurze Zeit später war Günter P. tot.
Nach Angaben der Polizei griff der 20-jährige Deutsche den Bankmitarbeiter gegen 14.50 Uhr in der Filiale in Regensburg (Bayern) an. Trotz lebensbedrohlicher Verletzungen konnte sich Günter P. ins Freie retten. Dort wurde er vom Rettungsdienst erstversorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Die Ärzte kämpften um sein Leben – vergeblich. Günter P. starb im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen.
Der Täter blieb nach der Attacke im Gebäude. Dort befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch zwei weitere Bankmitarbeiter. Für sie begannen Stunden voller Angst. Nach Informationen der Polizei verbarrikadierten sie sich in einem Raum vor dem Angreifer. Ein Großaufgebot der Polizei umstellte währenddessen die Bank in der Stromerstraße. Hundeführer und eine Verhandlungsgruppe wurden angefordert, schwer bewaffnete Elitepolizisten bezogen Stellung. Ein Hubschrauber kreiste über dem Westen von Regensburg. Lange Zeit war nur bekannt, dass sich der Angreifer weiterhin im Gebäude aufhielt.
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Täter in der Bank überwältigt
Dann erfolgte der Zugriff gegen 17.45 Uhr. Die Polizei konnte den Täter überwältigen und führte ihn um 18.08 Uhr unverletzt in einem weißen Overall aus dem Bankgebäude. Diesen hatte ihm das Spezialeinsatzkommando aus Gründen der Spurensicherung angezogen. Die beiden Personen, die sich nach der Messerattacke noch in der Bank aufgehalten hatten, wurden durch Spezialkräfte aus dem Gebäude gebracht, wie eine Polizeisprecherin mitteilte.
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Zu den genauen Geschehnissen in der Bank äußerte sich die Polizei bislang nicht. Versuchte der 20-Jährige, die Bank auszurauben? Oder handelte es sich um eine persönliche Racheaktion gegen den Banker? Das Motiv des Angreifers ist weiterhin völlig unklar. Er stellte keine Forderungen. Gegen ihn wird nun wegen eines vollendeten Tötungsdelikts sowie des Verdachts eines Raubüberfalls ermittelt. Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus.
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