Braunschweig/Nakskov – Die Lust auf Süßes nimmt ab, über eine Zuckersteuer wird gestritten, und die Produktion verschlingt enorm viel Energie: Die Branche steckt in einer tiefen Krise. Nun zieht der Konzern Nordzucker die Konsequenzen und kündigt das Aus für sein Werk im dänischen Nakskov an. 150 Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz. Es ist nicht die erste einschneidende Entscheidung in diesem Jahr.
In zahlreichen Ländern geht der Zuckerkonsum zurück, das Massenprodukt verliert zunehmend an Bedeutung. Bereits im Frühjahr hatte Nordzucker reagiert und die Werke in der Slowakei sowie die Raffination – also die Reinigung und Entfärbung – in Finnland geschlossen. Jetzt trifft es den nächsten Produktionsstandort: die einst größte Zuckerfabrik Nordeuropas, die 1882 gegründet wurde.

Das Ende des Traditionswerks ist besiegelt
Sobald die letzten Rüben der laufenden Erntesaison verarbeitet sind, sollen die Anlagen in dem traditionsreichen Werk in Dänemark zu Beginn des Jahres 2027 stillgelegt werden, wie das Unternehmen mitteilt. „Vor dem Hintergrund anhaltender struktureller Überkapazitäten in der europäischen Zuckerindustrie ist die geplante Einstellung der Zuckerproduktion am Standort Nakskov eine proaktive Maßnahme, um die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns zu sichern und ein insgesamt effizienteres Produktionsnetzwerk zu schaffen“, heißt es in einer Erklärung.

So viele Arbeitsplätze sind betroffen
Im Anschluss sollen an dem Standort, der vor allem auch für sein Zuckermuseum bekannt ist, nur noch die Kristalle abgepackt werden. Damit werden auf der eher strukturschwachen Insel Lolland in Dänemark 150 Jobs überflüssig. Für die Region ist das ein Schock – auch wenn sich die Entwicklung bereits angedeutet hatte.
Die Branche steckt in der Krise
Bei der Jahreshauptversammlung im Juli in Braunschweig legte Vorstandschef Lars Gorissen die schwachen Geschäftszahlen offen: Das operative Ergebnis (EBIT) rutschte im Geschäftsjahr 2025/26 auf minus 226 Millionen Euro ab, nachdem im Vorjahr noch ein Plus von 100,5 Millionen Euro zu Buche stand. Ausgerechnet zwei aufeinanderfolgende gute Ernten führten zu einem massiven Preisverfall. Kostete eine Tonne Weißzucker im Jahr 2024 noch 619 Euro, sind es aktuell rund 513 Euro – ein Rückgang von mehr als 17 Prozent.
Die goldenen Zeiten sind vorbei, der Hersteller muss sich neu aufstellen: Wachstumschancen sieht Nordzucker vor allem im Geschäft mit Rohrzucker, der bei Verbrauchern stärker nachgefragt wird, sowie im Bereich alternativer Proteine und funktionaler Zutaten für Lebensmittel – den sogenannten „Smart Ingredients“.


%2520st%25C3%25BCrzt%2520aus%2520Fenster%2520Mutter%2520springt%2520hinterher%2Feine-frau-und-ihr-kind-sturzten-aus-einem-fenster-auf-diesen-burgersteig-in-dortmund.webp&w=1200&q=75)



%2520am%2520Flughafen%2520festgenommen%2Fbill-aspinall-wurde-am-flughafen-festgenommen-ihm-droht-wegen-sex-in-der-offentlichkeit-jetzt-eine-gefangnisstrafe.webp&w=1200&q=75)



%2520setzt%2520Sohn%2520(8)%2520nackt%2520im%2520Wald%2520aus%2Ftv-star-jana-azizi-37-spricht-uber-ihren-neuen-job-als-luxus-maklerin.png&w=1200&q=75)

