Frankfurt – Deutschland feiert Jürgen Klopp (59)! Der neue Bundestrainer sprach am Freitagvormittag erstmals in seiner neuen Rolle und machte auf dem DFB-Campus in Frankfurt deutlich, dass es einen Umbruch in der Mannschaft geben werde.
Dabei plant Klopp Überraschungen! Der neue Bundestrainer erklärte: „Es werden Spieler Möglichkeiten bekommen, die noch gar nicht damit rechnen. Weil ich gerne mutig sein werde. Das war ich schon immer und werde ich auch bleiben. Ich habe Lust, mit Jungs zusammenzuarbeiten, die einen Fußball spielen, der allen gefällt. Das ist nicht immer sofort erfolgreich, aber ich möchte erreichen, dass die Leute nach dem Spiel nach Hause gehen und sagen: „Wow!“
Im September wird Klopp für die dann vier anstehenden Länderspiele erstmals einen DFB-Kader nominieren. The Pik nennt 10 Kandidaten für die erste Klopp-Überraschung, die bisher noch kein Länderspiel absolviert haben.
Philipp Treu (25, Rechtsverteidiger, Freiburg)
Auf der Rechtsverteidiger-Position haben wir ein Problem. Zwar ließ Klopp offen, ob Kapitän Joshua Kimmich (31) wie bei der EM 2024 und WM 2026 erneut dort spielen werde, aber eigentlich ist allen klar, dass Kimmich wie bei Bayern ins Zentrum gehört. Philipp Treu überzeugte in seiner ersten Saison beim SC Freiburg auf dieser Position und zog mit dem SC bis ins Finale der Europa League ein.
Finn Jeltsch (20, Innenverteidiger, Stuttgart)
Finn Jeltsch hat zuletzt sehr auf sich aufmerksam gemacht. 2025 erhielt der Innenverteidiger des VfB Stuttgart die Fritz-Walter-Medaille in Gold (Kategorie U19). Damit reihte er sich in eine Reihe prominenter Preisträger ein. 2022 Florian Wirtz (22/Liverpool, damals Leverkusen) oder 2018 Kai Havertz (26/Arsenal, damals Leverkusen). 2023 gewann der Abwehrspieler mit Deutschland sowohl die U17-Europa- als auch Weltmeisterschaft, im Sommer 2025 folgte der DFB-Pokal mit dem VfB.

Klopp über die U17-Mannschaft von damals: „Wir sind bei der U17 Welt- und Europameister geworden. Die müssten jetzt 20 sein. Jetzt, mit Führerschein, können wir sie gebrauchen.“ Jeltsch ist neben Assan Ouedraogo (20, gehörte zum WM-Kader) der ehemalige U17-Spieler von 2023, dem bislang der größte Durchbruch gelang.
Karim Coulibaly (19, Innenverteidiger, Bremen)
Mittel- und langfristig trauen Experten im Verband Karim Coulibaly von Werder Bremen den Sprung in die Nationalelf zu. Es bleibt abzuwarten, ob der Linksfuß in diesem Sommer wechselt und wenn ja, wohin. Werder würde gerne bis zu 40 Mio. Euro für den Innenverteidiger haben. Der Verein hat aber registriert, dass die Summe nicht zu erzielen ist.
Tom Bischof (21, Zentrales Mittelfeld, Bayern)
Aktuell Kapitän der U21-Nationalmannschaft. Kam in seiner ersten Saison beim FC Bayern auf 39 Spiele und war für einige Experten bereits ein Kandidat für den WM-Kader. Musste während seines ersten Jahres viel auch als Außenverteidiger aushelfen. Jetzt, wo Leon Goretzka die Bayern verlassen hat, wird Bischof wohl auf mehr Einsätze in der Zentrale kommen.

Rocco Reitz (24, Zentrales Mittelfeld, Leipzig)
In Gladbach war Neuzugang Rocco Reitz (24) Kapitän und Mittelfeld-Chef. Nun will er mit dem Champions-League-Klub Leipzig vorangehen. Seinen Transfer nach Leipzig, der schon im März verkündet worden war, hatte Klopp in seiner Funktion als „Head of Global Soccer“ mit eingefädelt. Klopp und die sportliche Führung in Leipzig schätzen Reitz' enorme Laufstärke, seine Sprintfreudigkeit und seine Zweikampfstärke.
Kennet Eichhorn (16, Zentrales Mittelfeld, Leverkusen)
Das deutsche Wunderkind! Top-Klubs wie Bayern, Dortmund, Leverkusen, Leipzig, Stuttgart und Frankfurt waren hinter Herthas Wunderkind Kennet Eichhorn (16) her. Sogar Manchester City und Liverpool bemühten sich. Er wechselte für 9 Millionen Euro nach Leverkusen. Nie zuvor wurde in der Bundesliga mehr für einen deutschen 16-Jährigen gezahlt. Nun steht er vor seiner ersten Bundesligasaison. Schlägt er dort so ein wie bei seinem Heimatklub Hertha (17 Einsätze, 14 x Startelf), dürfte es nicht lange dauern, bis Klopp ihn nominiert.
Said El Mala (19, Linksaußen, Köln)
Said El Mala (19) zählt zu den größten Offensivtalenten des deutschen Fußballs. Nagelsmann hatte El Mala im vergangenen November erstmals für die DFB-Elf nominiert, ihn dann ohne Länderspiel-Einsatz aber mit konkreten „Hausaufgaben“ wieder zum FC und in die Bundesliga-Rückrunde geschickt. El Mala drehte da dann richtig auf, rettete Köln mit am Ende 13 Toren den Klassenerhalt, war unangefochtener Stammspieler und machte sich große Hoffnungen auf ein WM-Ticket. Bei der Nominierung seines 26-Mann-Kaders für die WM aber verzichtete Nagelsmann auf El Mala und musste dafür viel Kritik einstecken. Wenn El Mala an die letzte Saison anknüpfen kann, dürfte er wieder regelmäßig zum DFB-Kader gehören.

Brajan Gruda (22, Offensives Mittelfeld, Leipzig)
Brajan Gruda (22) wird seit Jahren als künftiger Nationalspieler gehandelt. Bislang reichte es allerdings nur für Einsätze in der U21. Gut für Gruda: RB Leipzig leiht den Kreativspieler für eine weitere Saison von dem englischen Klub Brighton & Hove Albion aus, bei dem er noch einen Vertrag bis 2028 hat. Klopps Kontakte ins RB-Universum dürften ihm regelmäßig Updates zur Entwicklung Grudas liefern.
Dzenan Pejcinovic (21, Stürmer, Wolfsburg)
Dzenan Pejcinovic (21) überzeugte in der letzten Saison mit zwölf Toren in 34 Spielen für den VfL Wolfsburg. Das Interesse des VfB Stuttgart, der laut Informationen ein Angebot von rund 20 Mio. Euro gemacht hat, zeugt von seiner Qualität. Für die Nationalmannschaft braucht es allerdings regelmäßige Einsätze – fraglich, ob er die beim VfB bekommen würde.
Nicolo Tresoldi (21, Stürmer, Brügge)
Nicolo Tresoldi (21) hat die Nachwuchsteams des DFB durchlaufen und sich im letzten Jahr in Belgien beim FC Brügge hervorragend weiterentwickelt. Am Ende dieser Saison konnte er 23 Tore und neun Vorlagen in 58 Spielen für sich verbuchen. Der Stürmer arbeitet viel gegen den Ball, läuft konsequent an und sucht häufig den Abschluss. Genau diese Mentalität passt zu Klopps Fußball, weshalb Tresoldi durchaus als Überraschungskandidat für die ersten Nominierungen gehandelt werden kann.

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