Dortmund – Der Kreuzbandriss von Giannis Konstantelias könnte Borussia Dortmund vor dem Ende der Transferperiode doch noch einmal aktiv werden lassen. Die Verantwortlichen des BVB prüfen derzeit intensiv, ob im Angriff kurzfristig nachgelegt werden muss.
Der 23-jährige Grieche hatte beim 2:0-Erfolg gegen den HSV zunächst sein erstes Bundesliga-Tor erzielt, ehe er sich nach einem Zweikampf eine Verletzung am linken Knie zuzog. Die Diagnose am Sonntag war ein Schock: Kreuzbandriss und eine Pause von mehreren Monaten.
Woltemade als mögliche Lösung im BVB-Angriff
Der BVB denkt deshalb über eine schnelle Antwort auf dem Transfermarkt nach. Wie aus Vereinskreisen zu hören ist, taucht dabei ein prominenter Name in den Überlegungen auf: Nick Woltemade (24) von Newcastle United.

Bemerkenswert: Dortmund hatte bereits vor Wochen bei Newcastle wegen des deutschen Nationalspielers angefragt. Damals lehnten die Engländer einen möglichen Transfer jedoch ab. Durch die veränderte Situation könnte nun allerdings Bewegung in die Angelegenheit kommen.
Der Grund: Woltemade ist bei Newcastle zum Saisonstart bislang nur Ergänzungsspieler. Beim Premier-League-Auftakt gegen Liverpool kam er nicht zum Einsatz. Im League Cup stand er gegen West Bromwich über die vollen 90 Minuten auf dem Platz, beim 2:0 gegen Tottenham am Samstag wurde er in den letzten 20 Minuten eingewechselt – und hinterließ direkt Eindruck: Kurz nach seiner Einwechslung legte Woltemade per Kopf das 2:0 durch Yoane Wissa auf.
Book als wichtiger Fürsprecher für Woltemade
Sportdirektor Ole Book (40) kennt den 1,98-Meter-Angreifer noch aus gemeinsamer Zeit bei der SV Elversberg. Book holte Woltemade 2022 auf Leihbasis von Werder Bremen ins Saarland. Dort gelang dem Stürmer der Durchbruch. Mit zehn Toren hatte er maßgeblichen Anteil am Aufstieg in die 2. Bundesliga, anschließend kehrte er gestärkt nach Bremen zurück.

Book schätzt Woltemades außergewöhnliches Profil. Trotz seiner Körpergröße ist der Nationalspieler technisch stark, kann Bälle behaupten und ist nicht nur als klassischer Mittelstürmer einsetzbar. Nach Informationen sieht Book ihn deshalb auch als Option hinter den Spitzen – also genau in dem Bereich, in dem Konstantelias eingeplant war. Die Spielerprofile der beiden unterscheiden sich allerdings deutlich.
Hohe Hürden für einen Wechsel
Newcastle hatte den Angreifer erst im vergangenen Sommer für eine Rekordablöse von 75 Millionen Euro verpflichtet. Sein Vertrag läuft langfristig bis 2031. Ein fester Transfer wäre für Dortmund aktuell kaum zu stemmen. Wenn überhaupt, käme vor allem ein Leihgeschäft in Frage.
Auch das wäre jedoch kostspielig. Newcastle müsste dem BVB bei den Konditionen entgegenkommen, zusätzlich wären eine mögliche Leihgebühr und Woltemades Premier-League-Gehalt zu stemmen.
Hinzu kommt: Dortmund hat in diesem Sommer bereits erheblich investiert. Allein für Konstantinos Karetsas, Konstantelias, Joey Veerman und Joane Gadou fielen fast 100 Millionen Euro an Ablösen an. Weitere Verstärkungen wie Kauã Prates und Justin Lerma kamen dazu.
Transfer-Überlegungen laufen
Dennoch hat sich die Lage durch den Konstantelias-Schock verändert. Trainer Niko Kovac hatte bereits nach dem HSV-Spiel angekündigt, bei einem langfristigen Ausfall über mögliche Konsequenzen auf dem Transfermarkt nachdenken zu müssen. Jetzt laufen diese Überlegungen.
Woltemade wäre genau der Typ Spieler, der dem BVB sofort weiterhelfen könnte – auch, um dem eigenen Anspruch als erster Bayern-Jäger gerecht zu werden: Bundesliga-erfahren, deutscher Nationalspieler, international erprobt – und mit einem Profil, das Dortmund in dieser Form bislang nicht im Kader hat.
Ob aus den Gedankenspielen tatsächlich ein neuer Vorstoß bei Newcastle wird, ist noch offen. Fest steht jedoch: Der Name Woltemade ist beim BVB ein Thema!










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