Prototyp Rapstar

Die Sieger der ersten Staffel von „Prototyp Rapstar“ sind gekürt. Neben einem stattlichen Preisgeld sicherten sie sich jeweils einen Vertrag beim frisch gegründeten Label von Pa Sports, Sido und Massiv. Damit steht ihnen womöglich eine große Zukunft im Rap-Geschäft offen. Erst vor Kurzem durfte Gewinner Gibba an der Seite von Massiv auf dessen Album-Single mitwirken.

Emmo Tzubasa

Zu Beginn der Staffel deutete jedoch einiges darauf hin, dass ein anderer Kandidat die Krone holen könnte. Emmo Tzubasa war womöglich die schillerndste Figur der vergangenen Staffel. In den Castings machte er vor allem durch seine unkonventionelle Art auf sich aufmerksam – etwa, als er spontan sein T-Shirt auszog.

In der Top-50-Show legten er und Mosenu dann einen der stärksten Songs der Staffel vor, was Emmos Status als Favorit weiter festigte. Doch obwohl er sich schnell zu einem Publikumsliebling entwickelte, endete die Reise für Emmo Tzubasa abrupt. Bereits während seiner Teilnahme gab es wiederholt Spannungen zwischen ihm und der Produktion. Jetzt teilt er seine Sicht auf die Missstände bei „Prototyp Rapstar“ mit.

„Nicht 1 Cent gesehen“

Wie Emmo Tzubasa in seinem ausführlichen Statement erklärt, habe ihn der Manager von Massiv zur Teilnahme an der Show überredet. Dabei sei auch die Anmeldegebühr von 80 Euro übernommen worden, mit dem Hinweis, dass dieser Betrag später von seinen Einnahmen abgezogen werde. Damals habe er sich darauf verlassen, dass man ihn fair berät und nicht ausnutzt, dass er sich mit Verträgen und der Musikbranche nicht auskennt.

Allerdings hätten seine Einnahmen diese Gebühren längst um ein Vielfaches übertroffen. Bei 2,1 Millionen Streams dürften seine Songs etwa 6.000 Euro eingespielt haben – doch davon habe er bis heute nichts erhalten. Welcher Anteil den Teilnehmern vertraglich zusteht, ist nicht öffentlich bekannt. Üblicherweise teilen sich bei vergleichbaren Formaten Künstler und Produktion die Erlöse etwa zu gleichen Teilen.

Auch abseits der Finanzen habe man wenig Rücksicht auf ihn genommen, kritisiert Emmo. So sei er häufig erst am Tag zuvor über anstehende Dreharbeiten informiert worden. Das habe ihn jedes Mal zu spontanen Fahrten nach Berlin gezwungen, obwohl er sich das eigentlich nicht leisten konnte. Der junge Rapper schildert, dass dies seine Psyche stark belastet habe und er dadurch später bei der Jury als Problemkandidat galt.

Emmo Tzubasa über seine Einnahmen

„Als ich zu Prototyp Rapstar gegangen bin, war ich ein mieser Junkie und obdachlos. (…) Ich hab keine Ahnung von Verträgen, ich hab keine Ahnung von Musik. Er hat mir gesagt: du bist krass, bewirb dich. Ich hatte kein Geld dafür, dort hinzugehen. Das wurde dann übernommen und von meinen „Einnahmen“ abgerechnet. Von den Einnahmen, die ich bis heute nicht gesehen habe. also habe ich 2,1 Millionen Streams auf Spotify gemacht, wovon ich nicht 1 Cent gesehen habe. Wahrscheinlich bei 2,1 Millionen Streams 80 Euro sind.“

Hier seht ihr das Statement