Die umfirmierte „Bundesliga“ (vormals DFL) hat am Montag jenes Schreiben versandt, auf das die Finanzverantwortlichen der 36 Profiklubs sehnlichst gewartet haben. Per Mail wurde ihnen mitgeteilt, welcher Anteil an den nationalen und internationalen TV-Erlösen ihnen in der kommenden Spielzeit zusteht. The Pik liegen die exakten Beträge vor.
Den größten Batzen streicht Meister FC Bayern München in Höhe von 92,3 Millionen Euro ein, gefolgt von Borussia Dortmund (83,7 Millionen) und Bayer Leverkusen (81,3 Millionen). Der Rückkehrer Schalke 04 muss sich mit 35,7 Millionen Euro bescheiden, während der Mitaufsteiger SV Elversberg mit 31,2 Millionen Euro das Schlusslicht bildet.
In der 2. Bundesliga ist der VfL Wolfsburg mit 24,1 Millionen Euro der Spitzenverdiener, vor den ebenfalls abgestiegenen Klubs 1. FC Heidenheim (21,6 Millionen) und FC St. Pauli (20,2 Millionen).

Von den nationalen Einnahmen in Höhe von 1,121 Milliarden Euro entfallen 80 Prozent auf die Bundesliga und 20 Prozent auf die 2. Liga. Die Verteilung pro Klub erfolgt nach einem Vier-Säulen-Modell:
▶ 50 Prozent der Erlöse werden als gleichmäßiger Sockelbetrag an die 18 Vereine der jeweiligen Liga ausgeschüttet. Die andere Hälfte wird nach folgenden Kriterien verteilt:
▶ Leistung (43 Prozent): Grundlage ist eine liga-getrennte Fünfjahreswertung, eine gemeinsame Fünfjahreswertung (Plätze 1 bis 36) sowie ein gemeinsames Zehnjahresranking (Plätze 1 bis 36). Bei den beiden Fünfjahreswertungen gilt eine Gewichtung von 5:4:3:2:1 – die Platzierung der abgelaufenen Saison fließt also fünfmal so stark ins Endergebnis ein wie jene von vor fünf Jahren.
▶ Nachwuchs (vier Prozent): Maßgeblich sind die Einsatzzeiten junger, in Deutschland ausgebildeter U23-Spieler (Local Player). Zwei Drittel der Summe ergeben sich aus den Einsatzminuten, ein Drittel orientiert sich am Anteil des jeweiligen Klubs an der Ausbildung des Spielers ab der Saison des zwölften Lebensjahres.
▶ Interesse (drei Prozent): Hier fließen die TV-Reichweite, die Mitgliederzahlen sowie die durch eine Marktforschung des Instituts Allensbach ermittelte Fan-Popularität ein.

Die Zahlungen aus den Säulen Interesse und Nachwuchs basieren auf den Werten der Vorsaison und werden mit der Auszahlung der letzten von zwölf Tranchen gegebenenfalls korrigiert. Von jeder Tranche werden zudem 7,5 Prozent an die neue „Bundesliga“ sowie weitere drei Prozent als DFB-Abgaben einbehalten.

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