Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) – Die Serie der Turbulenzen reißt nicht ab: Lilly Becker (50) hat überstürzt mit ihrem Sohn Amadeus (16) den Umzug nach London vollzogen – ohne vorherige Absprache mit dessen Vater Boris Becker (58). Die Kosten soll allerdings erneut die Tennislegende tragen, zumindest wenn es nach dem Willen seiner Ex-Frau geht.
Noch vor wenigen Tagen präsentierte sich die Becker-Familie harmonisch. Amadeus verbrachte einen Teil seiner Sommerferien mit seinem Vater in Portugal – gemeinsam mit Boris’ Ehefrau Lilian de Carvalho Monteiro (36) und seinen Halbgeschwistern Noah (32), Elias (26) und Zoë (1). Noch am 5. August teilte Boris stolze Urlaubsfotos mit seinen Kindern auf Instagram.
Nach dem Urlaub kam die Kehrtwende
Was der Tennisstar damals offenbar nicht wusste: Das Leben seines jüngsten Sohnes sollte sich kurz darauf grundlegend ändern. Wie zu erfahren war, kündigte Amadeus während des Portugal-Aufenthalts an, anschließend eine Woche bei einem Freund in London zu verbringen.

Für Boris schien das unproblematisch. Er organisierte einen Flug von Lissabon nach London für seinen Sohn. Doch dann kam der Anruf, mit dem er nicht gerechnet hatte: Seine Ex-Frau Sharlely „Lilly“ Becker (50) teilte ihm mit, dass sie sich bereits in London aufhalte und Mutter und Sohn nicht nach Deutschland zurückkehren würden.
Vorübergehend wohnen Lilly und Amadeus bei einer Freundin. Parallel sucht sie bereits nach einem neuen Haus und einer passenden Schule für ihren Sohn. Die anfallenden Kosten soll nach ihrer Vorstellung Boris Becker übernehmen.
Lilly hat ihre Wohnung in Deutschland aufgelöst
Lilly hat die Möbel aus ihrem gemieteten Haus in Meerbusch (Nordrhein-Westfalen) entfernen lassen. Sie lagern nun in einem Container in den Niederlanden. Der Vermieter plant offenbar, wegen der kurzfristigen Vertragsauflösung die hinterlegte Kaution einzubehalten.
Eine weitere finanzielle Belastung läuft parallel weiter. Amadeus besuchte bisher eine internationale Schule in Neuss bei Düsseldorf, deren Kosten Boris Becker trägt. Eine Kündigung des Schulvertrags ist frühestens im November zum März 2027 möglich. Das bedeutet: Deutschland verursacht weiterhin monatliche Kosten, während in London bereits neue Ausgaben entstehen.
Bemerkenswert ist das angesichts der jüngsten Entwicklungen. Seit Jahren streiten sich Lilly und Boris erbittert um Geld. Erst im Juni eskalierte der Unterhaltsstreit für Amadeus erneut. Die monatlichen 6500 Euro, die Boris bis Mai 2026 zahlte, reichten Lilly nicht. Selbst ein erhöhtes Angebot von 8000 Euro lehnte sie ab. Sie ließ sogar eine Uhr ihres Ex-Mannes durch einen Gerichtsvollzieher pfänden.
Zudem sorgte ihre eigene finanzielle Lage wiederholt für Schlagzeilen. Zu ihrem 50. Geburtstag im Juni platzte die geplante große Feier. Ihr On-off-Partner, Fußballberater Thorsten Weck (56), wollte die Kosten nicht mehr übernehmen, was er damals bestätigte. Inzwischen sollen Lilly und Weck endgültig getrennt sein. Vermutlich auch deshalb entschied sich Lilly, Deutschland zu verlassen – Weck hatte zuvor viele Ausgaben übernommen. Doch gerade London dürfte für sie kaum die günstigere Alternative sein.
Boris Becker und Lilly teilen sich das Sorgerecht
Als Boris Becker erfuhr, dass sein jüngster Sohn nicht nur eine Ferienwoche in England verbringt, sondern seine Mutter den Lebensmittelpunkt offenbar dauerhaft nach London verlegen will, war er schockiert. Schließlich teilen sich Lilly und Boris das Sorgerecht für Amadeus. Zudem darf Boris nach seiner Abschiebung 2022 derzeit nicht nach England einreisen.
Auf Anfrage erklärte Beckers Anwalt Christian-Oliver Moser: „Sharlely Becker hätte einen Umzug nach England mit meinem Mandanten, der schließlich auch für die Schule und den Unterhalt von Amadeus in Deutschland aufkommt, abstimmen müssen. Stattdessen hat sie nicht nur eklatant rechtswidrig ohne jede Abstimmung gehandelt, sondern Boris Becker über ihre Umzugsabsichten bewusst getäuscht. Ihr erschreckendes Verhalten zeigt, dass sie am Wohl des gemeinsamen Sohnes kaum interessiert ist, sondern vor allem ihre eigenen finanziellen Interessen durchsetzen will.“

Lilly wiederum weist die Vorwürfe über ihren Anwalt zurück. Sie ließ Boris mitteilen, der Schritt sei zum Wohle von Amadeus erfolgt. Aus Lillys Umfeld verlautet zudem, dass sie sich von dem Wechsel nach London höhere Unterhaltszahlungen von Boris Becker erhofft als in Deutschland.
Nun droht die nächste juristische Auseinandersetzung zwischen den Ex-Eheleuten. Boris Becker beabsichtigt, den überraschenden Umzug seines Sohnes nicht hinzunehmen. Der dreifache Wimbledon-Sieger will beim Familiengericht das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht für Amadeus beantragen. Ein Gericht müsste dann entscheiden, wer künftig über den Lebensmittelpunkt des 16-Jährigen bestimmen darf.
Das sagt Lilly Beckers Anwalt
Auf eine Anfrage an Sharlely „Lilly“ Becker antwortete ihr Anwalt Dr. Michael Scheele: „Die Behauptung, dass unsere Mandantin keine ,eigene Bleibe’ haben soll und dass es keinen ,Schulplatz für Amadeus’ gibt, ist falsch.“






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