Manchester/Frankfurt – Im Januar 2025 wechselte Omar Marmoush (27) von Eintracht Frankfurt zu Manchester City. Da der Ägypter zuvor Bundesliga und Europa League dominiert hatte, schlug der damalige City-Coach Pep Guardiola (55) zu und überwies eine Grundablöse von rund 75 Millionen Euro. Ein cleverer Schachzug von Markus Krösche (45), der sich obendrein eine Weiterverkaufsbeteiligung für einen künftigen Marmoush-Transfer sicherte. Dieser steht nun unmittelbar bevor: Der Angreifer wechselt innerhalb der Premier League zu Tottenham Hotspur – und dennoch geht Eintracht leer aus!

Zunächst zu den Fakten: City wird Marmoush Medienberichten zufolge per Leihe mit Kaufoption in Höhe von etwa 50 Mio. Pfund abgeben. Umgerechnet sind das rund 58,4 Mio. Euro, was in etwa dem aktuellen Marktwert des Spielers entspricht. Weshalb haben die „Skyblues“ von einem Ligakonkurrenten nicht deutlich mehr gefordert? Immerhin werden gerade in England derzeit bekanntlich erheblich höhere Summen gezahlt. Oder hatte City gar kein Interesse an einer höheren Ablöse für den Ex-Frankfurter?

Eintracht-Klausel greift nicht

So ungewöhnlich es klingen mag: Genau dieser Verdacht kursiert aktuell in der Fußballwelt. Der Grund: Da Marmoush für weniger als die 75 Mio. Euro, die Manchester damals nach Frankfurt überwiesen hatte, weiterverkauft wird, greift Eintrachts Beteiligung am neuen Transfer nicht. Diese hätte lediglich bei einem Transfergewinn gegriffen. Weil City offiziell (!) sogar ein Minus verbucht, muss der Scheich-Klub keine Zahlung nach Deutschland leisten. Aber entgehen den „Skyblues“ damit nicht selbst viele Millionen?

City holt sich Kohle anderweitig

Offenbar nicht! Denn nahezu zeitgleich wechselt ein weiterer Star zu Tottenham: Flügelspieler Savinho (22). Der Brasilianer wird auf einen Marktwert von rund 35 Mio. Euro geschätzt, traf in der vergangenen Saison jedoch nur einmal und bereitete lediglich zwei weitere Treffer vor. Die kolportierte Ablöse: 75 Mio. Pfund (86,6 Mio. Euro)! Das bedeutet: Die Summe, die Tottenham bei Marmoush (acht Pflichtspieltore in der letzten Saison) nicht zahlen musste, scheint bei Savinho obendrauf gelegt worden zu sein.

Kein Wunder, dass schnell der Verdacht aufkommt, City habe sich durch den Doppel-Deal mit Tottenham schlicht um Eintrachts Weiterverkaufsbeteiligung gedrückt und die Hessen um Millionen gebracht. Ein hinterhältiger Transfer-Trick? Oder einfach nur geschickt kalkuliert? Jedenfalls offenbar alles im legalen Rahmen – auch wenn Eintracht Frankfurt ein paar zusätzliche Marmoush-Millionen derzeit sicher gut gebrauchen könnte...