Reinbek (Schleswig-Holstein) – Einst war sie ein vertrautes Gesicht im Trash-TV, flanierte über rote Teppiche und zählte vermögende Persönlichkeiten zu ihrem Bekanntenkreis. Nun ist Patricia Blanco (54) auf staatliche Unterstützung angewiesen und sieht sich einer möglichen Zwangsräumung gegenüber. Am Montag stellte sich das Reality-Sternchen vor dem Amtsgericht dem Kampf gegen die drohende Wohnungslosigkeit und reichte einen Insolvenzantrag ein.

Seit Juni 2023 bewohnt Patricia Blanco eine Einheit in einem zeitgemäßen Neubau. Bereits ein Jahr später hatten sich derart viele Zahlungsrückstände angesammelt, dass ihr Vermieter Marius M. (56) das Vertragsverhältnis aufkündigte. Damals gelang es Blanco, finanzielle Mittel zu organisieren, wodurch ihr Verbleib in der Anlage in Reinbek (Schleswig-Holstein) gesichert werden konnte.

Patricia Blanco wollte sich gegenüber dem Reporter nicht zu dem Mietprozess äußern
Quelle: Aus dem Internet

Die Höhe von Patricia Blancos Mietschulden

Doch nach Angaben des Vermieters entstanden erneut Verbindlichkeiten, die sich auf ungefähr 15.000 Euro summieren. Infolgedessen kündigte Marius M. den Mietvertrag am 4. Februar 2026 abermals und reichte am 25. März eine Räumungsklage (Aktenzeichen: 19 C 216/26) ein. Die Anwältin des Wohnungseigentümers zufolge seien im Anschluss zwar 6551 Euro überwiesen worden, dennoch verbleibe eine offene Forderung von 9710 Euro.

Vor dem Amtsgericht legte Blancos Rechtsvertreter Christian Abel (48) sein Verhandlungsziel dar: „Unser Anliegen hier ist eine gütliche Einigung.“ Die Ursache für die finanziellen Schwierigkeiten sieht er vorrangig beim Jobcenter. Seine Mandantin habe im Februar 2026 einen Antrag auf Grundsicherungsleistungen gestellt. Die Behörde beabsichtige, die ausstehende Miete zu begleichen, so Abel, jedoch sei das Geld bislang nicht eingegangen.

Vermieter Marius M. (56) hat die Geduld mit Blanco verloren, sagt: „Das Vertrauen ist komplett weg.“
Quelle: Aus dem Internet

Vermieter hat kein Vertrauen mehr in Blanco

Marius M. möchte nicht länger darauf setzen, dass die Behörde letztlich Zahlungen leistet. Im Verfahren stellte er unmissverständlich klar: „Das Vertrauen ist bei mir vollständig zerstört. Eine Fortführung des Mietverhältnisses kommt für mich nicht in Betracht.“ Dies umso mehr, als Patricia Blanco angibt, die zweite Kündigung nie erhalten zu haben. Folglich scheiterte eine Einigung, obwohl Blancos Anwalt zusicherte: „Solche Versäumnisse werden sich nicht wiederholen.“

Anschließend sorgte Christian Abel für eine überraschende Wendung: Im Verlauf der Sitzung gab er bekannt, am Sonntag für Patricia Blanco einen Insolvenzantrag eingereicht zu haben. Beiden Prozessparteien wird Gelegenheit gegeben, sich bis Anfang Oktober dazu zu äußern. Die Fortsetzung der Verhandlung ist für den 8. Oktober 2026 terminiert. Ein Urteil, das Patricia Blanco in die Obdachlosigkeit führen könnte, ist dann möglich.