Lugano (Schweiz) – Ein öffentlicher Schlagabtausch findet nun ein gerichtliches Ende: Im Rosenkrieg zwischen dem Modedesigner Philipp Plein (48) und seiner ehemaligen Partnerin Lucia Bartoli (32) hat das Amtsgericht in Lugano ein Urteil gefällt. Die Influencerin wird dazu verpflichtet, sich auf Instagram bei dem Star-Designer zu entschuldigen.

Gemäß dem Urteil muss die Britin auf ihrem Instagram-Profil „@xIuciabaíoIi“ verschiedene von ihr aufgestellte Behauptungen über Philipp Plein korrigieren. Diese sind im gerichtlichen Schriftstück präzise aufgeführt. Lucia wurde dazu verurteilt, auf der Social-Media-Plattform klarzustellen, dass Plein:

– kein Pädokrimineller ist, der Minderjährige anlockt;

– keine Gefahr für seine eigenen Kinder darstellt;

– keine Person ist, die an der Anwerbung von Minderjährigen beteiligt ist;

– sich nicht sexuell abartig gegenüber seinen eigenen Kindern äußert;

– nicht psychisch gestört und gefährlich ist;

– keine Person ist, die mit Jeffrey Epstein vergleichbar ist.

Sollte sie dieser Aufforderung nicht nachkommen, droht ihr ein Strafgeld von bis zu 10.000 Franken (umgerechnet 10.820 Euro).

Lucia Bartoli ist Influencerin. Zusammen mit Philipp Plein hat sie zwei Söhne. Das Sorgerecht wurde dem Designer zugesprochen

Plein zeigt sich erleichtert

Für Plein stellt die Rechtsprechung einen umfassenden Sieg dar. Er erklärt: „Dieses Urteil bedeutet für mich weit mehr als einen juristischen Erfolg. Es zeigt, dass die Wahrheit stärker ist als Hass, Lügen und Diffamierung.“

Über Monate hinweg habe seine Ex-Partnerin ihn „öffentlich mit den schlimmsten Vorwürfen“ überhäuft – „nicht nur als Unternehmer oder öffentliche Person, sondern vor allem als Vater“, so Plein. „Genau das hat mich am meisten getroffen. Denn wenn jemand versucht, den Vater meiner Kinder zu zerstören, greift er auch meine Familie und meine Kinder an.“

Philipp Plein mit den Söhnen Rocket (rechts, geb. 16.5.2022) und Sohn Rouge (links, geb. 6. Oktober 2023) in seinem Haus in Cannes. Er sagt „Mein Fokus liegt jetzt auf meiner Familie, meinen Kindern und unserer gemeinsamen Zukunft. Genau dafür werde ich jeden Tag weiterkämpfen“

Für seine Kinder habe er um die Wahrheit gekämpft. „Nicht aus Stolz, sondern aus Verantwortung. Als Vater ist das meine Pflicht“, betont Plein. Der Prozess habe ihn enorm gefordert. „Die vergangenen Monate haben Spuren hinterlassen. Kein Urteil kann die Belastung für meine Familie oder den Schmerz meiner Kinder vollständig rückgängig machen.“ Dass er am Ende Recht bekam und die Angelegenheit nun abgeschlossen ist, bedeutet dennoch eine große Erleichterung für den Unternehmer.

Plein positioniert sich gegen Hasskampagnen

Das Urteil ist für Plein nicht nur ein persönlicher Triumph, es hat eine weitreichendere Bedeutung. „Ich hoffe, dass dieses Urteil endlich ein Umdenken auslöst. Meinungsfreiheit endet dort, wo bewusst Unwahrheiten verbreitet, Menschen öffentlich zerstört und Familien zum Ziel von Hasskampagnen gemacht werden.“