München (Bayern) – Lange Zeit galt Bushido (47) als unerschütterlicher Hitzkopf. Nun zeigt der Rapper eine verletzliche, ungewohnte Seite. Nach der überstandenen Ehekrise und einem lebensbedrohlichen Unfall seines Sohnes spricht er offen über seine Panikattacken. Phasenweise konnte er die Wohnung nicht mehr verlassen!
Vom Spätsommer des Vorjahres an lebten der Musiker und Anna-Maria Ferchichi (44) für ein halbes Jahr getrennt. Im Gespräch gewährt Anis Ferchichi, bürgerlicher Name von Bushido, Einblicke in seine damalige Gefühlswelt: „Die ganze Angst lastete auf mir wie eine Bleischürze beim Röntgen. Allein der Gedanke, dass meine Frau nicht mehr meine Frau ist und meine Kinder ohne Mutter und Vater aufwachsen. Plötzlich wurde mir bewusst, dass ich niemanden mehr in meinem Leben habe.“

Bushido bezog eine eigene Wohnung, die er jedoch nur als „Schlafstelle“ betrachtete. So oft es ging, stand er morgens kurz vor sechs Uhr bei Anna-Maria in der Küche. „Damit die Kinder gar nicht mitbekommen, dass ich abends in meine eigene Wohnung fahre“, erzählt er. „Ich saß abends auf der Terrasse und war jeden Abend sehr, sehr traurig.“ Das Problem: „Wir waren an einem Punkt angelangt, an dem wir nicht mehr miteinander sprechen konnten oder wollten, weil jeder die Verletzungen aus den Jahren zuvor spürte.“ Bereits im Dezember hatte Anna-Maria enthüllt, dass dies der Hauptgrund für die Trennung war: „Wir waren wie zwei Männer: Du redest nicht, und ich rede nicht.“
Schwerer Unfall belastete Bushido zusätzlich
Es war nicht nur das Jahr der Ehekrise, sondern auch eine Zeit voller Sorge um Sohn Djibi (12). Im Sommerurlaub erlitt er einen schweren Unfall: Während ihn ein Boot auf einem „Wasser-Sofa“ durchs Meer zog, stürzte er ins Wasser. Das Seil hätte beinahe seinen Arm durchtrennt. Eine Notoperation war erforderlich!

In seiner aktuellen Podcast-Folge („Im Bett mit Anna-Maria und Anis Ferchichi“) beschreibt der Rapper die Auswirkungen auf sein Kind: „Du verlierst diese ‚positive Naivität‘. Genau das, was dich jeden Morgen dazu bringt, nach draußen zu gehen.“ Im Gespräch mit Anna-Maria überträgt er dies auf sein eigenes Seelenleben: „Du weißt ja selbst, dass meine Angstzustände extrem schlimm waren, dass ich teilweise nicht mehr vor die Tür ging, ich dir das oft verschwiegen habe. Du dachtest, ich sei teilnahmslos.“
„Warum hast du mir das nie gesagt?“
Anna-Maria sinniert im Podcast: „Warum hast du mir das eigentlich nie erzählt? Du weißt, das hätte unsere Ehe … das hätte so viel verändert.“ Bushido erklärt, er habe die Angst „immer unterdrückt“, bis er im vergangenen Jahr siebenmal pro Woche eine Therapie machte.

Bushido weinte heimlich im Bad
Während der räumlichen Trennung drehte der Musiker gerade für DSDS. Er musste Verträge mit Kameras, Interviews und Zwölf-Stunden-Tagen erfüllen. Seine Emotionen musste er unterdrücken. Der Rapper übernachtete mit seinen zwei Söhnen Djibi und Issa (11) im Hotel. Bushido zog sich heimlich zurück: „Ich musste schon manchmal weinen, bin dann aber ins Badezimmer gegangen.“ Seine Söhne hätten sich derweil nur gewundert, warum Papa so lange auf der Toilette war.
Heute ist das Familiengefüge wieder intakt. Anna-Maria und Bushido sprechen so offen wie nie über ihre Gefühle. Er sagt: „Aus der Krise ist etwas Gutes entstanden.“ Das Paar lebt nun in seiner neuen Wahlheimat Grünwald bei München. Seine Therapeutin sieht er noch einmal pro Woche. Anna-Maria erklärte im Mai: „Wir sind in unserem Eltern-Alltag angekommen – und genau das ist, was wir wollen.“

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