RTL zieht bei einem Ableger seines erfolgreichen Reportage-Magazins „Stern TV“ die Reißleine. Wegen dauerhaft schwacher Einschaltquoten wird die Sonntagssendung demnächst vollständig aus dem Programm genommen.

Über viele Jahre hinweg gehörte „Stern TV“ neben „Explosiv“ zu den stärksten Formaten bei RTL. Doch der Plan, das bewährte Konzept auch auf das Wochenende auszudehnen, scheitert nun endgültig. Der Kölner Privatsender setzt „Stern TV am Sonntag“ ab, wie eine Nachrichtenagentur meldete.

Die Zuschauerzahlen blieben von Beginn an deutlich unter den Erwartungen und verfehlten stets die angestrebte Millionen-Grenze. Da sich der Abwärtstrend fortsetzte, zogen die Verantwortlichen nun die Konsequenzen und strichen das Spin-off – besonders enttäuschend war die Bilanz während der Fußball-Weltmeisterschaft, als nur noch 230.000 Zuschauer einschalteten und damit ein absoluter Tiefpunkt erreicht wurde.

So geht es mit dem Sendeplatz weiter

Die Moderation der Sonntagsausgabe hatte ab 2022 zunächst Steffen Hallaschka übernommen. Später lösten sich Mareile Höppner und Redaktionsleiter Stefan Uhl in dieser Rolle ab. Doch auch dieser Wechsel brachte nicht den erhofften Aufschwung. Die letzte Ausgabe wird am Sonntag, dem 6. September 2026, ausgestrahlt. Im Anschluss übernimmt die US-amerikanische Football-Liga NFL den frei gewordenen Sendeplatz zum Wochenausklang. Welches Format RTL nach dem Ende der Football-Saison sonntagabends zeigen wird, ist bislang offen.

„Stern TV“ bleibt mittwochs weiterhin auf Sendung

Anhänger des Magazins können aufatmen: RTL verfolgt hier dieselbe Strategie wie vor einigen Jahren bei „Explosiv“ und entfernt lediglich die zusätzliche Wochenendausgabe. Die reguläre Hauptsendung am Mittwoch bleibt unverändert im Programm.

Steffen Hallaschka führt weiterhin wie gewohnt um 22:15 Uhr durch die Sendung. Die Ausgaben sind im linearen Fernsehen bei RTL zu sehen oder jederzeit als Stream bei RTL+ abrufbar. Die Quoten der Mittwochsausgabe überzeugen den Sender weiterhin: Rund drei Millionen Zuschauer schalten hier regelmäßig ein. Damit ist das Format fest im Sendeplan verankert, und einer erneuten Absetzung muss niemand entgegensehen.