Der Wirkstoff Semaglutid, bekannt aus Abnehmspritzen wie Ozempic, könnte künftig auch bei der Behandlung von Alkoholabhängigkeit zum Einsatz kommen. Eine aktuelle, im Fachjournal „The Lancet“ veröffentlichte Studie zeigt, dass übergewichtige Betroffene unter Semaglutid ihr Suchtverhalten deutlich reduzierten. Es handelt sich um die erste Untersuchung dieser Art zur Alkoholabhängigkeit.
In Deutschland leiden rund 2,2 Millionen Menschen an einer Alkoholabhängigkeit, weitere 1,7 Millionen konsumieren übermäßig viel Alkohol. Sie alle könnten von den Studienergebnissen profitieren. An der Untersuchung nahmen 108 Personen mit starkem Übergewicht und einer mittelschweren bis schweren Alkoholsucht teil. Über 26 Wochen erhielt eine Gruppe wöchentlich Semaglutid, die Kontrollgruppe bekam eine Placebo-Injektion mit Kochsalzlösung. Beide Gruppen wurden zudem psychotherapeutisch betreut.
Studienergebnisse im Detail
Die Auswertung ergab, dass die Anzahl der sogenannten „Heavy Drinking Days“ in der Semaglutid-Gruppe stärker abnahm als in der Placebo-Gruppe. Als „Heavy Drinking Days“ gelten Tage, an denen Frauen mehr als 48 Gramm (1,2 Liter Bier oder ein halber Liter Wein) und Männer mehr als 60 Gramm (1,5 Liter Bier oder 0,6 Liter Wein) reinen Alkohol konsumieren. „Diese Studie zeigt erstmals, dass eine wöchentliche Semaglutid-Behandlung bei alkoholabhängigen Menschen mit Adipositas die Zahl der schweren Trinktage senkt“, erklärte Mette Kruse Klausen, Erstautorin der Studie.
Mette Kruse Klausen ist promovierte Wissenschaftlerin am Psychiatrischen Zentrum Kopenhagen in der dänischen Hauptstadtregion. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf Alkoholabhängigkeit, Suchtmedizin und möglichen Behandlungen mit GLP-1-Wirkstoffen wie Semaglutid.
„In der Semaglutid-Gruppe sank die durchschnittliche Gesamtmenge des konsumierten Alkohols stärker als unter Placebo, ebenso die Anzahl der Getränke pro Trinktag“, ergänzte sie. Die Probanden berichteten zudem von einem geringeren Verlangen nach Alkohol.
Allerdings ist unklar, ob sich die beobachtete Wirkung auch auf nicht übergewichtige Menschen übertragen lässt. Fachleute weisen auf die begrenzte Aussagekraft der Ergebnisse hin.
Der genaue Wirkmechanismus ist zudem noch nicht vollständig verstanden. Studienautorin Sophia Khom-Steinkellner von der Universität Wien vermutet, dass die Substanz nicht nur auf Appetit und Stoffwechsel wirkt, sondern auch direkt in die für Suchtverhalten relevanten Hirnnetzwerke eingreift.






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