Hamburg – Seine TV-Experimente führen Jenke von Wilmsdorff (60) regelmäßig an die Belastungsgrenze. Diesmal jedoch wurde es existenzbedrohend. Für eine neue Episode zum Thema „Gute Laune“ erprobte der TV-Journalist („Jenke. Experiment.“) die Substanz Ketamin. Dabei unterlief ein fataler Irrtum.
„Ich erlebte meine erste Nahtoderfahrung“, berichtete Jenke von Wilmsdorff auf der Joyn-Programmpräsentation in Hamburg. „Ich war überzeugt: ,Das war es jetzt’.“ Was genau geschah? Der TV-Star erläutert: „Ketamin gilt schließlich als Droge für gute Stimmung. Aus diesem Grund habe ich es für die Sendung zum Thema ,Gute Laune‘ getestet, und zwar als Nasenspray. Eine Mitarbeiterin der Produktion hat sich bei der Dosierung geirrt. Es war eindeutig zu viel, eine regelrechte Überdosierung.“ Diese liegt bei Ketamin-Sprays bei etwa 200 Milligramm, während eine übliche medizinische Dosis zwischen 30 und 75 Milligramm beträgt. Jenke stellt jedoch klar: „Ich mache ihr daraus keinen Vorwurf, so etwas kann vorkommen.“
„Ich war nicht mehr richtig präsent“
Die Auswirkungen waren gravierend: „Ich war kaum noch anwesend. Es kam mir vor, als würde mein Körper zerfließen, nur der Kopf blieb übrig.“ Glücklicherweise war während des Experiments medizinisches Fachpersonal anwesend. „Wie immer bei solchen Versuchen muss ich betonen: Ich rate nicht zur Nachahmung, insbesondere nicht ohne ärztliche Aufsicht. Die hatten wir auch diesmal dabei, das war vermutlich meine Rettung.“
Eine hohe Dosis Ketamin ist lebensgefährlich. Sie kann den sogenannten „K-Hole“-Zustand auslösen. Betroffene sind dann oft nahezu bewegungsunfähig und erleben intensive Halluzinationen oder Zustände, die einer Nahtoderfahrung ähneln – ähnlich wie Jenke sie nun schildert. Ketamin ist in Deutschland verschreibungspflichtig. Es darf nur auf ärztliche Anordnung hin verabreicht und genutzt werden.
Die Ketamin-Folge ist Teil der neuen Staffel von „Jenke. Experiment.“ mit sieben Filmen, die im Sommer und Herbst auf ProSieben und Joyn ausgestrahlt werden sollen. Bei einigen Experimenten ist auch sein Sohn Jánik (31) beteiligt.

Matthew Perry erlitt tödliche Ketamin-Überdosis
Immer wieder steht Ketamin auch im Zusammenhang mit prominenten Konsumenten im Fokus. Unternehmer Elon Musk (55) sprach öffentlich über eine ärztlich verordnete Ketamin-Therapie gegen Depressionen. Rapper Fler (44) bekannte sich zu seinem Konsum. „Friends“-Star Matthew Perry (†54) starb am 28. Oktober 2023 an den akuten Folgen einer Ketamin-Überdosierung. Laut Obduktionsbericht handelte es sich – wie bei Jenke – um einen Unfall.

Was ist Ketamin?
Ketamin ist ein wirksames Narkosemittel, das aus der Notfall- und Tiermedizin stammt. Es wirkt schmerzstillend und betäubend. Es wird jedoch auch als Partydroge konsumiert – häufig unter den Namen „Special K“ oder „K“. Es wird als Pulver, Nasenspray oder in flüssiger Form eingenommen und kann starke Halluzinationen, Realitätsverlust sowie das Gefühl hervorrufen, dass sich Körper und Geist voneinander trennen.
Ketamin wird heutzutage in spezialisierten Zentren auch bei schweren, therapieresistenten Depressionen und teilweise bei Angststörungen eingesetzt, da es im Vergleich zu klassischen Antidepressiva besonders schnell wirken kann. Ein Esketamin-Nasenspray gelangt über die Nasenschleimhaut in den Blutkreislauf und kann bei einem Teil der Betroffenen die depressiven Symptome innerhalb von Stunden bis zu etwa 24 Stunden lindern.

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