Am 2. Februar übernahm Albert Riera (44) in Frankfurt voller Hoffnung das Traineramt. Seine Mission: die Führungsspieler wieder aufzubauen, das verunsicherte Team zu stabilisieren und Eintracht souverän in einen internationalen Wettbewerb zu führen – mindestens in die Europa League, vielleicht sogar in die Champions League. Keine 100 Tage später ist der Coach fast schon wieder Geschichte.
Denn Riera soll – trotz eines Vertrags bis 2028 – spätestens im Sommer gehen. Am Montag stand kurzzeitig sogar eine sofortige Trennung im Raum, doch nun wird er zumindest am Freitagabend im Spiel in Dortmund auf der Bank sitzen. Wie es danach weitergeht? Völlig offen!
Doch woran ist der Spanier gescheitert? Die Antwort: vor allem an sich selbst!
In Frankfurt spricht ihm niemand die fachliche Kompetenz ab. Die Spieler loben sein Training, und die Tatsache, dass er in den ersten sechs Partien elf Punkte holte und dabei viermal zu null spielte, zeigt, dass er zunächst die richtige Taktik gefunden hatte – zumindest defensiv. Dass es danach mit nur fünf Zählern aus den nächsten sechs Spielen einen Einbruch gab, liegt daran, dass er einen Großteil der Mannschaft und des Staffs gegen sich aufbrachte.
Zwar betont er: „Ich bin kein Diktator“, tritt aber teilweise genau so auf, weil er extrem von sich und seiner Arbeit überzeugt ist. Dieses übersteigerte Selbstbewusstsein kann schnell als Arroganz ausgelegt werden.
Kein Vertrauen zu den Medizinern
► Bei den Mitarbeitern des Profi-Camps gilt er als unnahbar, weil er nur ausgewählte Personen grüßt. An allen anderen geht er wortlos vorbei.
► Er besteht darauf, dass die Spieler zur von ihm festgelegten Zeit beim Essen sind, obwohl sie zeitgleich Termine bei den Physios oder Masseuren haben.
► Das von ihm eingeführte Strafenroulette fanden anfangs alle originell, inzwischen verdreht jeder die Augen. Zuletzt musste einer für alle Shampoo kaufen.
Hinzu kommt, dass Riera in den gut drei Monaten bei Eintracht Frankfurt mit fast jedem Leistungsträger aneinandergeraten ist. Ob Ritsu Doan (27), den er als Einzigen mit Nachnamen anredet. Ob Can Uzun (20), dem er mangelnde Teamarbeit vorwarf und damit öffentlich abwatschte.
Auch mit Arthur Theate (25) gab es mehrfach Probleme. Der Belgier soll deshalb bereits intern offen Unmut über den Umgang und die Entwicklungen unter Riera geäußert haben.
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Kapitän Robin Koch (29) zählte er an, weil er beim Spiel in München (2:3) wegen Krankheit fehlte. Seine Forderung: Kein Spieler dürfe wegen einer Erkältung oder Grippe ausfallen. Wenn er spüre, dass etwas im Anflug sei, müsse er sofort die Ärzte kontaktieren, damit es nicht schlimmer wird.
Mario Götze (33) lässt Riera seit Wochen links liegen: In den vergangenen acht Spielen saß er sechsmal 90 Minuten auf der Bank, war einmal gar nicht im Kader und durfte einmal für 23 Minuten ran. Trotzdem forderte er ihn vor dem Leipzig-Spiel (1:3) auf, vor der Mannschaft eine Ansprache zu halten. Der Weltmeister schien überrascht, schließlich spielt er sportlich keine Rolle mehr. Doch am Ende soll er der Aufforderung nachgekommen sein.
Auch in Celje gab es Ärger mit Stars
Und dann ist da noch der Eklat um Angreifer Jonathan Burkardt (25), dem Riera die Fitness- und Taktik-Kritik nicht persönlich übermittelte und ihn später sogar anpflaumte, weil dessen Berater Thomas Kroth (66) darüber ein Gespräch mit Sportvorstand Markus Krösche (45) führte.
Dieses Verhalten gegenüber den Stars ist nicht neu. Auch bei seinem Ex-Verein Celje eckte er mit Kapitän Denis Popovic (36) oder Torwart-Legende Matjaz Rozman (39) an. Nur: Dort konnte er das ohne großes Aufsehen machen, weil das mediale Umfeld viel kleiner war. Und weil er als Profi Titel gewann, bei Top-Klubs wie Liverpool, Manchester City oder Galatasaray sowie in der spanischen Nationalelf spielte – und damit weit mehr erreichte als jeder andere im Verein.
In Frankfurt ist das natürlich anders. Und deshalb wird das Missverständnis Albert Riera bei Eintracht aller Voraussicht nach bald enden.
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