Los Angeles (USA) – Mehr als drei Jahre nach dem Tod ihres Lebensgefährten Bryan Randall (†57) bricht Sandra Bullock (62) ihr Schweigen. Erstmals spricht die Schauspielerin ausführlich über den Verlust ihrer großen Liebe, das geforderte Stillschweigen über seine tödliche Erkrankung, ihre Gefühle der Isolation und einen Abschied, der bereits lange vor seinem tatsächlichen Ableben begann.

Der US-amerikanische Fotograf, in dem die Oscar-Preisträgerin („Blind Side – Die große Chance“, „Miss Undercover“) ihren Seelenverwandten gefunden hatte, erlag am 5. August 2023 den Folgen einer dreijährigen, strikt vertraulich behandelten Auseinandersetzung mit der unheilbaren Nervenkrankheit ALS.

Hier besuchten Sandra Bullock (damals 53) und ihr Lebensgefährte Bryan Randall (damals 52) im Juni 2018 eine Filmpremiere in London. Sie waren seit 2015 ein Paar
Quelle: Unbekannt

„Mir war es untersagt, darüber zu reden“

Warum die Diagnose damals unter Verschluss bleiben musste, erläutert Sandra Bullock nun im Podcast „SmartLess“. Es sei ausdrücklich der Wunsch von Randall selbst gewesen. „Es war mir nicht gestattet, darüber zu sprechen. Das war seine Bitte, und ich habe mich bemüht, mich daran zu halten – ich habe seinen Wunsch respektiert.“ Dieses Stillschweigen jedoch forderte seinen Tribut: Es habe sie „vereinsamt“, so die Schauspielerin. Die „ungeheure Bürde“ seiner Diagnose habe sie allein schultern müssen. Ihre Schwester Gesine Bullock-Prado (56) sei „eine Zeit lang die Einzige, die eingeweiht war“, verrät Sandra Bullock. „Anfangs dachte ich: Das kriege ich hin. Ich kann den Mund halten.“

Sandra Bullock (r.) mit ihrer Schwester Gesine Bullock-Prado (56)
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Der Abschied begann Jahre zuvor

Mit der Zeit öffnete sie sich jedoch auch engen Vertrauten, darunter Jennifer Aniston (57) und Amanda Anka (57, Ehefrau von Jason Bateman, 57). Dabei seien viele Tränen geflossen. Für Bullock bedeutete das Teilen des Schicksals jedoch vor allem eines: „Erleichterung.“ Zutiefst bewegend ist ihre Erkenntnis: Sie habe bereits Jahre vor Randalls Tod getrauert. Die Krankheit ALS veränderte ihren Partner sowohl körperlich als auch geistig. „Mein Liebster ging viel früher, als sein Körper ging“, blickt sie zurück. Ihr Lebensgefährte sei „während der Hälfte unserer Beziehung krank gewesen“. Verarbeiten konnte sie das Geschehene erst nach seinem Tod. „Weil man einfach in diesem Hamsterrad gefangen ist.“

Bryan Randall war Sandra Bullocks große Liebe

Anfang 2015 kreuzten sich die Wege von Sandra Bullock und Bryan Randall. Als er damals die Geburtstagsfeier ihres Adoptivsohnes Louis (16) fotografisch festhielt, funkte es zwischen den beiden. Später bezeichnete sie Bryan als einen „Heiligen“, da er ihr liebevoll bei der Erziehung ihrer Kinder zur Seite stand. Insbesondere Adoptivtochter Laila (12) fand in ihm eine Vaterfigur.

Sandra Bullock und Bryan Randall im Jahr 2016 Hand in Hand unterwegs in West Hollywood. Im Jahr zuvor hatten sie sich kennengelernt
Quelle: Privat

Die Gewissheit, dass er an ALS erkrankt war, erschütterte ihr gesamtes Leben. Es handelte sich um eine „traumatische Diagnose“, wie sie heute konstatiert. Nach Randalls Tod zog sich Bullock weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Bereits während seiner geheim gehaltenen ALS-Erkrankung hatte sie ihre Karriere pausiert, um für ihre Familie da zu sein. Nur allmählich kehrte sie ins Rampenlicht zurück. Mit ihrem neuen Film „Zauberhafte Schwestern 2“ ist sie ab dem 10. September wieder auf der Leinwand zu sehen.