Freist (Sachsen-Anhalt) – Ein Jahrzehnt lang bildeten sie ein Paar, 2015 folgte die Trennung. Heute wohnen Dschungelcamp-Bekanntheit Hanka Rackwitz (57) und ihr früherer Partner Pierre Paminski (55) erneut unter einem Dach: Aus dem einstigen Liebespaar sind inzwischen so etwas wie Partner im Geschäftsleben geworden, die gemeinsam eine Gaststätte führen und sich eine Wohngemeinschaft teilen. Und wer weiß – vielleicht wird bei den großen Emotionen doch noch einmal aufgefüllt.

Eine Nachrichtenagentur stattete der früheren „Mieten, kaufen, wohnen“-Expertin und ihrem Ex in der Ortschaft Freist (323 Einwohner) einen Besuch ab. Ihr „Dorfkrug“ befindet sich unmittelbar an der kleinen Hauptverkehrsstraße. Eine Wirtschaft mit Außengastronomie, Bowlingbahn, Kinder-Spielfläche und einem Saal. Zahlreiche Optionen und reichlich Raum, um sich zu entfalten. Hanka Rackwitz erklärt : „Pierre führt die Geschäfte, ich bin als Köchin beschäftigt. Aber ich kann noch viel mehr sein: die Immobilienexpertin, die Märchentante … Ich bin überaus zufrieden, dass wir diesen Weg eingeschlagen haben.“

Pierre Paminski (55) und Hanka Rackwitz im Biergarten des „Dorfkrug“. Beide wohnen in der Wohnung über dem Lokal

Hanka Rackwitz kämpfte lange mit Zwangsstörungen

Rackwitz und ein Wirtshaus – eine echte Herausforderung für sie! Über Jahre hinweg setzte sie sich mit Ängsten und Zwängen auseinander, fürchtete sich vor Keimen und Verschmutzungen, absolvierte Therapien. Inzwischen zapft sie Bier, bewirtet Gäste und steht am Herd. „Es klappt alles. Für mich bedeutet diese Gaststätte die Gelegenheit, mir etwas Eigenes aufzubauen.“ Im November 2025 machte sie ein Bekannter auf den „Dorfkrug“ aufmerksam und stellte den Draht zur Gemeinde Gerbstedt her, der Besitzerin des Dorfkrugs. Hanka war sofort angetan. Sie gewann Pierre für das Vorhaben und verließ im April das Schloss in Mücheln, wo sie zuvor mit ihrer Mutter und ihrer Schwester gelebt hatte. Mitte Juni erfolgte die Wiedereröffnung! Nun teilt sich Hanka die Bleibe mit ihrem Ex, die gemeinsame Wohnung befindet sich oberhalb des „Dorfkrug“.

Rackwitz in der Küche. Sie ist bei ihrem Ex als Köchin angestellt. Auf der Speisekarte stehen u. a. Rote-Bete-Carpaccio, Schnitzel, Brot mit Spiegelei und Chili-Cheeseburger

„Pierre hätte beim Sex Gummihandschuhe tragen müssen“

Hat sich womöglich auch die Romantik neu entzündet? Pierre: „Nein, wir stehen gemeinsam als Team da, nicht als Liebespaar. Jeder hat sein eigenes Schlafzimmer und sein eigenes Bad.“ Konkret bedeutet das: gemeinsame Gaststätte, getrennte Schlafstätten. Im Gespräch lässt Hanka dennoch eine kleine Möglichkeit offen: „Ich würde es nicht ausschließen, dass es noch mal in irgendeine Richtung geht, weil ich ihn nach wie vor großartig finde.“ Die beiden lernten sich 2005 kennen. Damals arbeitete Hanka als Maklerin, Handwerker Pierre lieferte Möbel aus und brachte Hanka eine Vitrine. Man kam ins Gespräch, verliebte sich. Doch nach zehn Jahren war Schluss. „Unsere Liebe hat den Alltag nicht überstanden. Daran sind wir gescheitert“, so Hanka. Dazu kamen ihre Zwänge! „Pierre hätte beim Sex Gummihandschuhe tragen müssen. Und ich litt unter einem schrecklichen Fragezwang. Wenn er mich anfasste, fragte ich: ,Hast du da irgendwas gespürt? Ist da ein Geschwür, eine Beule oder Ähnliches?‘ Da kann es dem Mann ja schnell vergehen.“

Der Dschungelstar gießt die Blumen. Hanka hat um die Kneipe herum viel Grün gepflanzt und einen Gemüsegarten angelegt. Das Landschaftsbild an der Wand hat sie selbst gemalt

Hanka Rackwitz ist die Kreative, Pierre der Handwerker

Trotz der Trennung riss der Kontakt zwischen Pierre und Hanka nie ab. 2025 traten beide im RTL-„Sommerhaus der Stars“ an. Die Teilnahme entwickelte sich für sie zu einer Art Bewährungsprobe. Pierre: „Mir wurde klar, dass Hanka sich verändert hat.“ Erlebt man die beiden zusammen, ist die große Vertrautheit und die übereinstimmende Weltsicht deutlich spürbar. Die Aufgaben sind dabei klar verteilt: Pierre kümmert sich um handwerkliche Dinge, Hanka bringt die kreativen Ideen ein. „Pierre und ich sind gewissermaßen eine Einheit“, sagt sie. „Wir besitzen eine Verbindung, die für uns sehr wertvoll ist. Und jetzt haben wir uns wieder zusammengefunden. Wir werden das Beste daraus machen.“