München – Der Titan im Tor hält fast alles – nur scheinbar oft nicht das Tempolimit. Weltklasse-Keeper Oliver Kahn (57) muss erneut seinen Führerschein abgeben. Es ist nicht das erste Mal, dass der frühere Nationalspieler aufgrund eines Verkehrsdelikts vom Gaspedal gehen muss.

Wie The Pik erfuhr: Die Legende des FC Bayern München wurde mit 171 Stundenkilometern bei erlaubten 100 km/h geblitzt! Kahn soll seinen Führerschein bereits im Juli 2026 abgegeben haben.

Welche Konsequenzen drohen Oliver Kahn jetzt?

Nach vorliegenden Informationen muss Oliver Kahn drei Monate lang auf dem Beifahrersitz seines Wagens Platz nehmen. Rechtsanwalt Dr. Nicolas Frühsorger aus München erläutert, was der Verkehrsverstoß konkret für den Ex-Torwart bedeutet: „Bei einem derart gravierenden Tempoverstoß sind üblicherweise 700 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und ein dreimonatiges Fahrverbot zu erwarten.“

Rechtsanwalt Dr. Nicolas A. Frühsorger

Und weiter: „Die Behörden verdoppeln das Bußgeld nicht selten, wenn dem Fahrer Vorsatz nachgewiesen werden kann. Für die meisten Verkehrssünder ist der Verlust des Führerscheins jedoch schmerzhafter als die Geldstrafe.“

Wiederholungstäter Oliver Kahn

Es ist nicht das erste Mal, dass Kahn als Raser erwischt wurde. Bereits 2003 wurde er an einem einzigen Tag gleich dreimal (!) geblitzt – damals erhielt er ein zweimonatiges Fahrverbot. Nach dem Sommermärchen 2006 war er mehrere Monate ohne Führerschein unterwegs.

Torwart-Legende Oliver Kahn, hier auf einem Archivfoto vom Januar 2023, muss auf dem Beifahrersitz Platz nehmen

Ein Vorfall auf der A8 beschäftigte die Justiz über Jahre: Am 21. Oktober 2009 wurde Kahn dort in einem Mercedes-AMG (650 PS) bei Bergen in Bayern mit 163 km/h in einer Tempo-100-Zone geblitzt. Das Amtsgericht Traunstein sprach Kahn 2011 zunächst frei. Ein Gutachter hatte argumentiert, dass ein „Lichtreflex“ dem Blitzer vorausgeeilt sei und dieser gemessen worden sei. Das Oberlandesgericht München hob das Urteil im März 2012 auf und verwies den Fall zurück. Das Amtsgericht Traunstein stellte das Verfahren schließlich ein.

Doch damit nicht genug: Im Februar 2022 soll Oliver Kahn seinen Führerschein für einen Monat abgegeben haben, und auch im Januar 2023 soll der Ex-Bayern-CEO zu Fuß unterwegs gewesen sein. Oliver Kahn war für eine telefonische Anfrage nicht erreichbar. Auf eine schriftliche Anfrage hat er bislang nicht reagiert.