Berlin – Die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung und Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) wächst weiter an – und das deutlich: Im neuen INSA-Sonntagstrend für The Pik kann die AfD ihren Vorsprung vergrößern und steht nun klar vor der Union.
Für die Union stellt dies ein klares Alarmsignal dar, denn die AfD erreicht in der aktuellen Umfrage 27 Prozent (+1), während CDU/CSU auf 24 Prozent (-1) zurückfallen. Damit vergrößert sich der Abstand auf drei Prozentpunkte – ein Rekordwert in der Geschichte des INSA-Sonntagstrends.
Für die Union ein doppelter Dämpfer, denn es handelt sich zugleich um ihr schlechtestes Ergebnis seit mehr als drei Monaten. Besonders schmerzhaft: Nach nicht einmal einem Jahr unter Kanzler Merz liegt die CDU/CSU damit wieder auf dem Niveau der Bundestagswahl 2021 – damals mit Armin Laschet (65, CDU) als Spitzenkandidat. SPD (14 Prozent) und Grüne (13 Prozent) verharren derweil auf ihren Positionen.

Auch an den politischen Rändern gibt es Bewegung: Die Linkspartei verbessert sich leicht und kommt nun auf 11 Prozent (+1), während das BSW auf 3 Prozent (-1) absackt.
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Regierungsbildung nur noch mit drei Partnern denkbar
Die Analyse möglicher Mehrheiten offenbart, wie verfahren die politische Lage ist: Sowohl die aktuelle schwarz-rote Koalition als auch ein mögliches rot-grün-rotes Bündnis kämen derzeit jeweils nur auf 38 Prozent – für eine parlamentarische Mehrheit wären jedoch 45 Prozent nötig. Beiden Lagern fehlen somit sieben Prozentpunkte.
Besonders brisant: Elf Prozent der Stimmen entfallen auf Parteien unter der Fünf-Prozent-Hürde – und gehen damit für die Regierungsbildung vollständig verloren.
Konkret bedeutet dies: Ohne eine Einbeziehung der AfD werden regierungsfähige Mehrheiten zur Seltenheit. Realistisch bleiben praktisch nur noch komplexe Dreierbündnisse – beispielsweise Union und SPD gemeinsam mit den Grünen oder der Linkspartei. INSA-Chef Hermann Binkert: „Und die beiden linken Parteien in einer Koalition wären zusammen stärker als die CDU/CSU allein.“
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