Berlin – „Alkohol öffnet das Tor für das Böse.“ Mit dieser deutlichen Ansage begründet Sido seinen Verzicht auf Alkohol. Im Format „Deutschrap ideal“ sprach der Rapper offen über die negativen Konsequenzen des Trinkens.

Im Interview gewährt Sido Einblicke in sein Leben ohne Alkohol: „Es fällt mir nicht schwer. Der Spaß, den du für ein paar Stunden hast und was das Ganze danach mit sich bringt, wie scheiße es dir die nächsten Tage geht und wie schlecht es eigentlich auch schmeckt – das wiegt sich für mich nicht mehr auf. Und deswegen macht das für mich keinen Sinn mehr.“ In der Kommentarspalte des YouTube-Videos erhalten zahlreiche Zuschauer seiner Entscheidung Zuspruch. Ein Nutzer schreibt: „Faszinierend, wie sich die meisten Rapper, wenn du sie 20 Jahre begleitest, entwickeln! Geiler Typ!“

Tatsächlich durchläuft Sido derzeit scheinbar eine Phase der Transformation in seiner Karriere. Seine neue Single „ISSA“, die am 21. August 2026 veröffentlicht wurde, feiern Fans in den sozialen Medien bereits jetzt. Sido präsentiert sich dabei so kraftvoll wie zu Beginn seiner Laufbahn, wirkt zugleich jedoch reifer und geerdeter. Eine Besonderheit: Erstmals ist sein Sohn Bo auf dem Track zu hören. Im Musikvideo treten beide in schwarzer Kleidung, mit Sonnenbrillen und Rosenkränzen auf.

In dem Song rappt Sido über seinen Weg vom Berliner Block zum Superstar. Ein Ausschnitt: „Damals war es kalt, sogar mit Ofen an Alle Mann in der Küche mit Händen an 'nem Toaster dran Und heute fahre ich schon wieder 'ne Million zur Bank Fühlt sich komisch an, darum trag' ich mein’ Rosenkranz“

Der Refrain, in dem er in der dritten Person über sich rappt, klingt dann fast schon geläutert-versöhnlich: „Er ist ein Mann, er ist bescheiden und zufrieden isser“


Neue Kreativität ohne Drinks

Diese neu gewonnene Zufriedenheit steht offenbar in Zusammenhang mit seiner Alkohol-Abstinenz. Der bewusste Verzicht beeinträchtige seine Kreativität keineswegs, unterstreicht Sido. Ganz im Gegenteil: Die Abstinenz bündele seine Energie neu und entfache eine frische Welle der Kreativität.

Im Video zu „ISSA“ trägt Sido eine transparente Nachbildung seiner massiven Totenkopf-Chrome-Maske aus den frühen 2000er Jahren. Das Markenzeichen, mit dem seine Karriere begann, erscheint nun durchsichtig – eine visuelle Anspielung auf seine Anfänge. Möglicherweise auch ein Symbol dafür, dass er heute mehr von sich preisgibt.

In der Vergangenheit sprach Sido (bürgerlich: Paul Würdig) wiederholt über Alkohol- und Drogenprobleme. Es hat den Anschein, dass er diese schwierige Phase nun endgültig hinter sich gelassen hat.