Steht der FC Bayern vor einem Transferproblem? Gleich drei Akteure sollen den Rekordmeister in diesem Fenster unbedingt verlassen. Zumindest bei zwei Profis deutet sich eine baldige Lösung an – womöglich sogar inklusive kompletter Gehaltsersparnis.

In einer aktuellen Podcast-Ausgabe äußern sich zwei Beteiligte zu den Münchner Verkaufskandidaten.

Findet Palhinha einen Abnehmer?

Beim Portugiesen João Palhinha (31) sind die Aussichten am vielversprechendsten, ihn zeitnah abzugeben – obwohl er sich derzeit mit vollem Einsatz zurückmeldet (Torvorlage im Testspiel gegen Jeju SK).

Laut „A Bola“ zeigt Portugals Spitzenklub Benfica Lissabon großes Interesse an einer Verpflichtung. Offenbar hat man dem FC Bayern sogar eine Frist bis Sonntag gesetzt. An diesem Tag startet Benfica in die neue Saison.

Allerdings stehen zwei Hürden im Weg. Zum einen die Ablösesumme: München verlangt 25 Millionen Euro, Lissabon bietet lediglich 20 Millionen Euro. Zum anderen das stattliche Palhinha-Gehalt in der bayerischen Landeshauptstadt – rund 8,5 Millionen Euro, mit Steigerungspotenzial auf bis zu zehn Millionen.

Weniger konkret gestaltet sich das Interesse von Aston Villa. Der Champions-League-Teilnehmer steht in Kontakt, eine Intensivierung ist möglich. Bereits am Freitag um 14 Uhr (MESZ) treffen die Bayern in Hongkong auf die Engländer.

Wechselt Boey nach Paris?

Um Rechtsverteidiger Sacha Boey (25) rankten sich Spekulationen über einen Transfer in die Ligue 1 zu Paris FC. Diese Gerüchte entbehren jedoch jeder Grundlage, wie der „Bayern-Insider“ berichtet.

Zurück in München: Sacha Boey (25). Der Franzose war letzte Saison an Galatasaray ausgeliehen

Der Franzose wird auf einen Marktwert von zehn Millionen Euro taxiert. Ein Verschenken kommt für den FC Bayern nicht infrage – schließlich überwies man einst 30 Millionen Euro an Galatasaray Istanbul für seine Dienste.

Auch hier erweist sich das Gehalt als Stolperstein. Hinzu kommt: Die interessierten Vereine wissen um die Verkaufsabsicht der Münchner und versuchen entsprechend, den Preis zu drücken.

Zeichnet sich eine Wende bei Zaragoza ab?

Erfreulich für die Bayern: Bryan Zaragoza (24) plant nicht, seinen bis Sommer 2029 laufenden Vertrag in München auszusitzen. Der kleine Spanier (1,64 Meter) möchte Spielpraxis sammeln. Das spricht gegen einen Verbleib des Linksfußes über das Transferende am 1. September um 20 Uhr hinaus.

Bryan Zaragoza (24) beim Training an der Säbener Straße in München

Konkrete Anfragen liegen jedoch noch nicht vor. Seine Berater arbeiten derzeit intensiv an einer Lösung. In den vergangenen beiden Spielzeiten war er nacheinander an Osasuna, Vigo und die AS Rom ausgeliehen – ohne dort dauerhaft zu überzeugen.