Jonathan Burkardt (25) musste erneut lange auf der Bank Platz nehmen, bevor er beim 2:2 gegen den VfB Stuttgart mit zwei verwandelten Elfmetern zur Höchstform auflief. Den ersten Strafstoß holte sich Burkardt selbst heraus. Er war zudem der beste Akteur der Eintracht auf dem Rasen. Dies alles geschah nur einen Tag, nachdem The Pik exklusiv enthüllt hatte, dass der Nationalstürmer von Frankfurts Noch-Trainer Albert Riera (44) wegen einer Beleidigung („Puta madre“) im Spiel in Dortmund am vergangenen Freitag mit einer Geldstrafe von 20.000 Euro belegt worden war.

Bemerkenswert: Burkardts Einwechslung wurde vom Frankfurter Publikum mit Applaus bedacht, während Rieras Vorstellung vor der Partie mit einem lauten Pfeifkonzert quittiert wurde. Bereits zu diesem Zeitpunkt war klar: Unabhängig vom Spielausgang gegen den VfB ist Rieras Zeit in Frankfurt nach nur rund drei Monaten beendet. Die Bilanz: vier Siege, fünf Unentschieden, fünf Niederlagen. Damit wurde die Europa League als Tabellenachter verpasst. Und nach dem Abpfiff war es Burkardt, der vor dem ARD-Mikrofon schonungslos auspackte.

Der Nationalstürmer kritisierte Riera und die Mannschaft scharf: „Das System, das der Trainer versucht hat spielen zu lassen, hat nicht zur Eintracht gepasst. Aber auch die Mannschaft hat es nicht richtig umgesetzt. Die Mannschaft hat in erster Linie versagt. Und der Trainer hat nicht das herausgeholt, was er sich gewünscht hat. Somit sitzen wir alle im selben Boot. Wir sind sehr, sehr enttäuscht nach dieser schlechten Saison. Wir haben es auch verdient, nicht europäisch zu spielen. Das wird auf jeden Fall noch ein paar Tage weh tun.“

„Ich habe einen Fehler gemacht mit meinem Jubel“

Burkardt zu seinem Anti-Riera-Jubel in Dortmund: „In dieser Woche war viel los. Letzte Woche habe ich nach meinem Jubel einen Fehler gemacht. Dafür wurde ich bestraft. Das ist absolut in Ordnung und für mich abgeschlossen. Ich habe mich voll auf das Spiel konzentriert und versucht, das zu beeinflussen, was ich kann. Es war eine gute Leistung auf dem Platz – trotzdem schade am Ende.“

Burkardt: Auch ich habe als Führungsspieler versagt

Mit Blick auf die kommende Saison sagte der gebürtige Hesse: „Es muss viel an der Mannschaft verändert werden. Auch die Führungsspieler haben ihren Job nicht gut genug gemacht. Dazu zähle ich mich selbst. Wenn man so eine schlechte Saison spielt, dann hat das Team keine Einheit gebildet. Ich weiß nicht, ob es personelle Veränderungen braucht. Auch um die Mannschaft herum gibt es viele Dinge, die verändert werden müssen.“