London (Großbritannien) – Sieben Jahre Ehe, zwei gemeinsame Kinder, doch die Ehe ist längst Geschichte. Nun treffen der deutsche Top-Manager Martin Reiter (42, Airbnb, Wayfair) und seine Ex-Frau vor einem Londoner Gericht aufeinander. Im Zentrum des spektakulären Verfahrens: Millionenbeträge, Medikamente und gegenseitige Anschuldigungen. Auch in Großbritannien sorgt der Fall für Aufsehen – Medien wie die „Daily Mail“, „The Telegraph“ und „The Independent“ berichten intensiv über den Prozess. Jetzt bricht Martin Reiter sein Schweigen.

Caroline Bauer-Reiter (41) behauptet, sie habe die Trennungsvereinbarung unter dem Einfluss von Xanax unterschrieben

Der Millionenstreit im Überblick

Die Hochzeit von Martin Reiter und Caroline Bauer-Reiter (41) fand 2012 in Österreich statt. Nach einigen Jahren in London trennte sich das Paar 2018 und ließ sich 2019 in Deutschland scheiden. Laut Berichten des „Telegraph“ unterzeichneten beide 2019 in Deutschland eine Vereinbarung, in der Caroline Bauer-Reiter auf eine Kapitalzahlung aus dem Vermögen ihres damaligen Ehemanns verzichtete.

Ein Londoner Familienrichter bewertete Reiters Vermögen später auf 17,3 Millionen Pfund (rund 20,2 Millionen Euro) und sprach Caroline Bauer-Reiter bereits 2,55 Millionen Pfund (2,98 Millionen Euro) plus Unterhalt zu. Beide Parteien legten jedoch Berufung ein. Caroline Bauer-Reiter verlangt stattdessen eine Einmalzahlung von etwa fünf Millionen Pfund (5,8 Millionen Euro). Martin Reiter hingegen möchte zur ursprünglichen deutschen Vereinbarung zurückkehren.

Der Geschäftsmann erklärt: „Als unsere Ehe zerbrach, lebte ich in Deutschland. Über mehrere Monate handelten wir eine finanzielle Einigung aus. Wir wurden beide von angesehenen Familienrechtsanwälten vertreten.“ Zudem behauptet er, die Trennungsvereinbarung sei von der Anwältin seiner Ex-Frau entworfen worden: „Nach der Unterzeichnung verfasste ihre Anwältin sogar meinen Scheidungsantrag.“

Im März 2023 gab Martin Reiter seiner neuen Partnerin das Jawort. Das Paar lebte zunächst in dieser 11,5 Millionen Pfund (13,4 Millionen Euro) teuren Luxusvilla im exklusiven Londoner Stadtteil Holland Park

Das Xanax-Argument

Den Einwand seiner Ex-Frau, sie habe die erste Vereinbarung wegen Xanax nicht wirksam unterschreiben können, weist Reiter entschieden zurück: „Zu keinem Zeitpunkt im Jahr 2019 hat meine Ex-Frau behauptet, sie sei nicht geschäftsfähig gewesen oder die Vereinbarung sei unfair.“

Reiter verweist auf aus seiner Sicht widersprüchliche Aussagen seiner Ex-Frau: „Vor Gericht sagte sie, der Arzt habe sie in einen anderen Raum gebracht und ihr dort die Tabletten gegeben. Zuvor hatte sie erklärt, die Tabletten seien direkt vor dem Notar ausgehändigt worden.“ Reiter weiter: „Niemand der Anwesenden – weder mein Anwalt, ihre Anwältin noch der Notar – hat erklärt, dass sie nicht in der Lage gewesen wäre, die Vereinbarung zu unterschreiben.“

Es geht nicht nur ums Geld

Heute lebt Reiter nach eigenen Angaben mit seiner neuen Ehefrau im südfranzösischen Tourrettes-sur-Loup. Beruflich sei er weiterhin als Unternehmer tätig. Und seine Ex-Frau versucht weiter, ihre Interessen in Großbritannien durchzusetzen.

Auf eine Anfrage antworteten die Anwälte von Caroline Bauer-Reiter: „Die Angelegenheiten vor dem Court of Appeal beruhen auf einem langen und komplexen Sachverhalt und werfen schwierige rechtliche Fragen auf. Frau Bauer-Reiter hat ihre Position dem Court of Appeal dargelegt. Die Entscheidung des Gerichts steht noch aus. Frau Bauer-Reiter hält es für unangebracht, sich zum jetzigen Zeitpunkt weiter zu dem Berufungsverfahren zu äußern, solange die Angelegenheit noch vom Gericht geprüft wird.“