Steht Jadon Sancho (26) vor seiner dritten Rückkehr zu Borussia Dortmund? Wie bereits vor Wochen berichtet, kann sich der Offensivspieler, der zuletzt im Januar 2024 ausgeliehen war, einen Wechsel zu seinem Herzensklub im Sommer vorstellen. Da sein Vertrag bei Manchester United ausläuft, wäre er ablösefrei. In der Dortmunder Führungsetage wird der Deal seit Monaten intensiv diskutiert, doch neben Befürwortern gibt es auch weiterhin Skeptiker, die eine erneute Verpflichtung kritisch sehen.

Diese Hürden erschweren Dortmunds Sancho-Rückholaktion

Ein zentraler Punkt ist das Thema Disziplin. In seiner ersten BVB-Phase von 2017 bis 2021 musste Sancho wegen wiederholter Verspätungen zum Training mehrfach ermahnt werden. Zudem tauchte er während der Corona-Pandemie auf einer unerlaubten Feier des ehemaligen Nationalmannschaftskollegen Tammy Abraham auf, bei der alle ohne Mundschutz tanzten. Auch dafür gab es Rügen vom DFB und dem englischen Verband.

Darüber hinaus wird geprüft, ob Sancho (Marktwert: 20 Millionen Euro) mit seinem Profil tatsächlich das passende Puzzleteil für den neuen Fußball unter Sportdirektor Ole Book (40) und Trainer Niko Kovač (54) ist. Der BVB-Coach setzt aktuell auf ein 3-4-2-1-System ohne Flügelspieler, plant aber, diese künftig wieder einzubauen. Dennoch wird bezweifelt, ob Sancho alle Anforderungen erfüllt, insbesondere sein Defensivverhalten müsste er verbessern.

Kritiker werfen ihm zudem vor, dass er seinen Karrierehöhepunkt bereits überschritten habe und nicht mehr zu seiner alten Form zurückfinden könne. Somit bleiben viele Fragezeichen bei einem möglichen Transfer im Sommer.

Fest steht auch: Der Deal kommt nur zustande, wenn das finanzielle Risiko für den BVB kalkulierbar ist. Konkret bedeutet das: Sancho, der bei United jährlich 16 Millionen Euro verdient, müsste bereit sein, deutliche Gehaltseinbußen hinzunehmen. In der Dortmunder Geschäftsstelle kursieren bereits erste Zahlen.

Demnach würde Sancho ein Grundgehalt zwischen fünf und sechs Millionen Euro erhalten – und einen stark leistungsbezogenen Vertrag akzeptieren müssen. Mit Boni könnte er sein Einkommen noch steigern. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich die Dortmunder Führungsriege geschlossen für einen Sancho-Transfer ausspricht.