Der 3:1-Erfolg im Nordduell gegen den Hamburger SV war für Werder Bremen von großer Bedeutung. Mit diesem Sieg haben die Hanseaten einen wichtigen Schritt in Richtung des Klassenerhalts getan. Vier Spieltage vor Saisonende beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz fünf Punkte. Damit rücken nun auch die Planungen für die kommende Spielzeit in den Fokus. Höchste Priorität hat dabei der mögliche Verkauf des Ausnahmetalents Karim Coulibaly (18).
Der Innenverteidiger hat sich in der Bundesliga einen Namen gemacht und absolviert eine bemerkenswert konstante erste Profisaison. Entsprechend groß ist das Interesse an dem deutschen U21-Nationalspieler in halb Europa. Besonders ernsthafte Absichten zeigen die finanzstarken Spitzenklubs Chelsea, Newcastle United und Olympique Marseille. Nun gesellt sich mit Borussia Dortmund auch ein erster deutscher Top-Verein zu den Bewerbern. Nach vorliegenden Informationen hegt der BVB ein ausgeprägtes Interesse an dem Werder-Talent. Sollten die Dortmunder tatsächlich aktiv werden, stünden ihre Chancen gut. Coulibaly zieht es nämlich vor, in der Bundesliga zu bleiben.
Borussia Dortmund im Rennen um Karim Coulibaly
Durch den erwarteten Abgang von Niklas Süle benötigen die Schwarz-Gelben Verstärkung in der Innenverteidigung. Zudem haben mit Ramy Bensebaini und Emre Can zwei weitere Defensivspieler bereits die 30 überschritten. Der junge Coulibaly, dessen Marktwert bei 22 Millionen Euro liegt, wäre somit eine naheliegende Option. Dies gilt umso mehr, als die Zukunft von Nico Schlotterbeck weiterhin ungewiss ist. Trotz einer Vertragsverlängerung bis 2031 ist ein Wechsel im Sommer aufgrund einer WM-Klausel nicht ausgeschlossen. Als Linksfuß könnte Coulibaly langfristig die Nachfolge des deutschen Nationalspielers antreten. Fraglich bleibt, ob der BVB bereit ist, die geforderte Mindestablösesumme von 40 Millionen Euro aufzubringen. Damit würde er Ousmane Dembélé als bisherigen Rekordzugang (2016 für 35 Millionen Euro) übertrumpfen.
Beim 3:1 gegen den HSV stand Coulibaly nach leichten Blessuren erstmals seit dem 7. Februar 2026 (0:1 gegen Freiburg) wieder über die volle Spielzeit auf dem Platz. Abgesehen von einer kleinen Unsicherheit vor dem 1:1, als er im Zweikampf mit Torschütze Robert Glatzel zu leicht zu Boden ging, präsentierte er sich erneut solide.
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Zu dieser Szene äußert sich Werder-Trainer Daniel Thioune (51): „Glatzel hat wahrscheinlich sein bestes Saisonspiel absolviert. In dieser Situation fehlte ihm auch die Unterstützung. Wir sprechen hier nach wie vor von einem 18-Jährigen im Wachstum, der gegen einen 30-Jährigen antritt, der genau weiß, wie er sich zu verhalten hat.“ Umso beeindruckender war, wie schnell Coulibaly diese Episode hinter sich ließ. Eine Reaktion, die auch beim BVB auf Zustimmung gestoßen sein dürfte …

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