Los Angeles (USA) – Was geschieht hinter den verschlossenen Türen von Kylie Jenners (28) Luxuswelt? Eine ehemalige Privatköchin der Multimillionärin hat in Los Angeles Klage eingereicht. Laut Gerichtsunterlagen behauptet die Frau: Trotz einer Risikoschwangerschaft musste sie körperlich extrem anstrengende Arbeiten verrichten und erlitt später eine Fehlgeburt. Sie war seit November 2024 für Jenner tätig. Ihre Arbeitszeit: zwölf Stunden täglich, fünf Tage die Woche.

Im Dezember 2024 informierte sie ihre Vorgesetzten über ihre Schwangerschaft im dritten Monat und bat wegen der Risikoschwangerschaft um Schonung. Statt Entlastung blieb die Arbeit weiterhin körperlich belastend. An Silvester 2024 soll die Köchin angewiesen worden sein, „schwere Lebensmittel ohne Hilfe über die Straße und bergauf zu heben und zu transportieren“. Danach sei ihr schwindelig geworden, sie habe gewürgt und nach Luft gerungen.

Die Köchin fordert Schadenersatz in bislang nicht genannter Höhe. Sie wirft Jenner u. a. fehlende Rücksichtnahme, Schwangerschaftsdiskriminierung, Belästigung und unrechtmäßige Kündigung vor

Der nächste Vorwurf betrifft die Kindergeburtstagsfeier von Jenners Tochter (8) in Palm Springs am 1. Februar 2025. Die Ex-Köchin behauptet, sie habe arbeiten müssen und nicht genug Hilfe erhalten. In der Klage heißt es: „Aufgrund von Erschöpfung und übermäßiger körperlicher Belastung brach sie während der Veranstaltung im Badezimmer emotional zusammen.“

„Hör auf, du machst Kylie depressiv“

Noch am selben Abend habe sie extreme körperliche Erschöpfung gespürt. Am nächsten Morgen hatte sie starke Blutungen. Die Frau fuhr ins Krankenhaus. Dort sei ihr mitgeteilt worden, dass ihr Kind keinen Herzschlag mehr hätte und sie ihr ungeborenes Baby verloren habe. Der Klage zufolge soll ein Vorgesetzter sie wegen ihrer Trauer gerügt haben. „Hör einfach auf. Du bringst Kylie aus der Fassung. Du machst sie depressiv“, wird der Mitarbeiter in der Klage zitiert.

Kylie Jenner ist selbst Mutter von zwei Kindern: Stormi Webster (8, r.) und Aire Webster (4). Ihr Vermögen wird auf rund 576 Mio. Euro geschätzt

Weitere Ex-Haushälterinnen verklagten Kylie

Es ist nicht die erste Klage aus Kylies Jenners Personalumfeld in diesem Jahr. Im April hatte eine frühere Haushälterin Klage eingereicht. Sie behauptete, sie sei wegen ihrer Religion und ihrer Herkunft diskriminiert worden. Nach ihrer Darstellung machte das Arbeitsumfeld sie krank. Sie habe sogar Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung entwickelt. Die Mitarbeiterin kündigte im August 2025, ein Jahr nach Arbeitsbeginn. Nur kurze Zeit später folgte die nächste Klage: Juana Delgado Soto, ebenfalls eine frühere Haushälterin, erhob ähnliche Vorwürfe. Sie behauptete, über Jahre von anderen Mitarbeitern schlecht behandelt worden zu sein.