Kirchheim (Rheinland-Pfalz) – Bisweilen bedarf es der Distanz, um die eigene Mitte wiederzufinden. Im Sommer 2023 verließ Designer Harald Glööckler (61, „Pompöös“) nach acht Jahren auf dem Land sein Anwesen im pfälzischen Kirchheim an der Weinstraße, um in Berlin wieder ein Single-Dasein zu führen. Zuvor hatte sich das Paar getrennt – nach 35 gemeinsamen Jahren mit Ehemann Dieter Schroth (77).

Ursprünglich sollte die Villa verkauft werden und stand daraufhin drei Jahre leer. Inzwischen jedoch verbringt Glööckler den Sommer wieder auf dem Land – und fühlt sich dort ausgesprochen wohl, denn die Pfalz zeigt sich in der warmen Jahreszeit von ihrer schönsten Seite. Eine Nachrichtenagentur stattete Harald Glööckler und seinem Hund Ikarus einen Besuch ab.

Im größten Raum im Erdgeschoss hat Harald Glööckler seine Kunst gehängt. Längst hat allerdings Hund Ikarus die Kontrolle übernommen. Am 16. Oktober kehrt Glööckler mit seiner Bühnenshow „Jede Frau ist eine Prinzessin“ in den „Punch LiIne Club“ nach Berlin zurück

„Die Großstadt tut mir auf Dauer nicht mehr gut“

Es soll ein Neuanfang sein. Ein Dasein mit reduziertem Glitzer und gesteigerter Gelassenheit. „Während meiner Jahre in Berlin ist mir bewusst geworden, dass mir das urbane Leben auf Dauer einfach nicht mehr bekommt. Alles wirkt auf mich zunehmend lauter, hektischer und leider auch schmutziger. Auf Dauer ist das wohl nicht das richtige Umfeld, wenn man das Ziel hat, 100 Jahre alt zu werden. Und seit Ikarus an meiner Seite ist, habe ich noch einmal grundlegend darüber nachgedacht, wie ich mein Leben eigentlich gestalten möchte.“

Die Villa von Harald Glööckler wurde 1927 erbaut, verfügt über rund 300 Quadratmeter Wohnfläche in elf Zimmern auf drei Etagen. Der parkähnliche Garten ist rund 1800 Quadratmeter groß

Harald Glööckler: „Ich musste mich neu erfinden“

Ikarus, Glööcklers zehn Monate alter Papillon, ist der neue Mittelpunkt seines Lebens. Am liebsten würde der Vierbeiner den weitläufigen Garten von rund 1800 Quadratmetern niemals verlassen. Beim Besuch der Nachrichtenagentur fordert Ikarus beinahe unaufhörlich zum gemeinsamen Spielen auf. „Ich bin hier eigentlich nur zu Gast im Leben des Hundes“, scherzt Harald Glööckler. Die 1927 errichtete Villa bietet etwa 300 Quadratmeter Wohnfläche, verteilt auf elf Zimmer und drei Etagen, und wurde komplett neu gestaltet. Weniger Samt, weniger Brokat, weniger Strass – dafür mehr Lebensfreude. Glööckler erklärt: „Ich war gezwungen, mich neu zu erfinden. Ich wollte mehr Unbeschwertheit, weniger Schwere. Im Zentrum steht nun meine Kunst, für die ich ausreichend Platz geschaffen habe und die ich über Auktionen und Vernissagen präsentiere und veräußere.“

Für sein Wohnzimmer in der ersten Etage hat Harald Glööckler für ihn sehr dezente Farben gewählt. Auch hier hängt seine Kunst, die vom Auktionshaus Blank teilweise für fünfstellige Summen angeboten wird

Das Verhältnis zu den Nachbarn im Dorf beschreibt er als harmonisch. Im größten Raum im Erdgeschoss, einst ein repräsentatives Esszimmer, befindet sich heute eine Kunstgalerie – zugleich das Spielzimmer des Hundes. „Ikarus kann ich inzwischen kaum noch dazu bewegen, mit mir nach Berlin zu kommen.“ Der Designer hält sich inzwischen häufiger in Basel auf, wo er seine Werke zur Art Basel präsentierte und am 23. August die Basel Fashion Week mit einer Modenschau eröffnen wird.

In Glööcklers neuem Haus ist nicht alles anders: Seine bunten Pelze hat der Designer nicht entsorgt, er trägt sie allerdings auf dem Land nicht so oft

Harald Glööckler und sein Ex verstehen sich wieder besser

Harald Glööckler genießt die wiedergewonnene Ruhe auf dem Land – und ebenso die erneute Nähe zu seinem früheren Partner Dieter Schroth (77). Rund 35 Jahre waren die beiden liiert, ehe sie sich Anfang 2023 trennten. Laut Glööckler habe sich das Verhältnis inzwischen gelockert und entspannt. Aus der Liebe sei eine tiefe Freundschaft erwachsen. „Ein Liebes-Comeback wird es sicher nicht geben“, betont Glööckler. „Doch wir verstehen uns gut und begegnen uns auch wieder häufiger.“ Liebe als Stichwort: Gibt es bei Harald Glööckler womöglich eine neue (Land-)Liebe? Er lacht ausgiebig und herzlich. „Ich bin nicht auf der Suche nach einem Mann und strebe derzeit auch keine Beziehung an. Und überdies muss sich jeder Bewerber ohnehin erst einmal an Ikarus vorbeischleichen.“