Balmoral (Schottland) – Der erhoffte Sommerfrieden ist dahin. Erst vor wenigen Tagen reiste König Charles III. (77) mit Königin Camilla (79), Prinz William (44), Prinzessin Kate (44) und den Kindern nach Aberdeenshire (Schottland), um die verbleibenden Sommertage gemeinsam auf Schloss Balmoral zu verbringen. Üblicherweise herrscht in diesen Wochen eine lockere und ungezwungene Atmosphäre. Doch in diesem Jahr droht die Sommerpause zum Krisentreffen zu werden. Dank Harry. Dank Meghan.

Unbestritten: Mit ihrer überstürzten Entscheidung, nach sechs Jahren im selbst gewählten US-Exil nach Großbritannien zurückzukehren, haben die Sussexes den königlichen Angehörigen eine gehörige Überraschung beschert. Charles soll erst am Sonntag davon erfahren haben, bevor die britischen Medien – insbesondere der „Telegraph“ (inzwischen Teil von Axel Springer) – sich überschlugen. Ein ziemliches Dilemma.

König Charles (77) traf am Dienstag auf Schloss Balmoral in Schottland ein und wurde dort von einer Ehrenwache empfangen
Quelle: Privat
Das Wachsfigurenkabinett „Madame Tussauds“ in London reagierte prompt auf die Umzugsnachricht und positionierte am Freitag zwei Koffer neben den Figuren von Harry und Meghan
Quelle: Reuters

Palast-Insider spricht von Krisengipfel

Ein Palast-Insider erklärt: „Der Sommerurlaub der Königsfamilie in Schottland wird in diesem Jahr sicherlich nicht so entspannt verlaufen wie gewohnt. Es ist kaum vorstellbar, dass Charles seine Familie nicht zu einem Krisengipfel zusammenruft, um über die Sussexes und deren Vorhaben zu beraten.“

Erinnerungen an das sogenannte „Sandringham Summit“ vom 13. Januar 2020 werden wach – nur fünf Tage nach der überraschenden Ankündigung von Harry und Meghan, sich als „Senior Royals“ zurückzuziehen. Damals waren neben der Queen (†96) lediglich Charles, William und Harry anwesend; Meghan schaltete sich aus Kanada per Konferenzschaltung zu. Das Ergebnis: Noch am selben Tag veröffentlichte die Queen eine ungewöhnlich persönliche Erklärung, wenige Tage später folgte das konkrete Modell für den weiteren Umgang mit den Sussexes.

Damals hatte sie die Fäden in der Hand: Queen Elizabeth II. (†96) traf am 12. Januar 2020 auf Schloss Sandringham ein, bevor am nächsten Tag über die Zukunft von Harry und Meghan beraten wurde
Quelle: Unbekannt

Nun also Balmoral, sechs Jahre später

Vor allem Prinz William, der seinem Bruder keinerlei Vertrauen mehr entgegenbringt, soll vor Wut kochen. Er hätte es zweifellos vorgezogen, wenn Harry weiterhin in sicherer Distanz zu ihm und dem immer näher rückenden Thron geblieben wäre. Bei König Charles hingegen zeigt sich ein anderes Bild – eher von (Alters-)Milde geprägt als von Konfrontation. Er soll es begrüßen, seine Enkelkinder künftig wieder häufiger zu sehen. Dennoch muss er diese spontane Aktion in geordnete Bahnen lenken. Und wenn eines für eine stabile Monarchie schädlich ist, dann ist es Unberechenbarkeit.

Zwischen den Brüdern gibt es nicht mehr viel zu reden. Thronfolger William (44, l.), der nächste König, soll immer noch wütend und tief enttäuscht sein, dass Harry ihm mehrfach in den Rücken fiel und Geheimnisse über ihn ausgeplaudert hat
Quelle: Aus dem Internet

Nun also: Planänderung. Krisenberatung. Ausgerechnet jetzt, wo ohnehin alle „Working Royals“ (arbeitenden Mitglieder der Königsfamilie) beisammen sind. Auch Charles’ Geschwister Prinzessin Anne (76) und Prinz Edward (62) sollen sich bereits auf Balmoral eingefunden haben. Besonders Anne, die sich zu einer enorm wichtigen Stütze des Königs entwickelt hat, gilt als äußerst misstrauisch und der Sussexes gegenüber ablehnend eingestellt. Charles hört häufig auf ihren Rat.


Meghan „gilt als schwierig, nörgelt ständig, ist unhöflich und fordernd“

Der Palast-Insider fährt fort: „Niemand vertraut Harry mehr.“ Kein Wunder, schließlich hat er in seinem Buch „Reserve“ höchst unköniglich über seine Familie gelästert, ihr sogar Rassismus vorgeworfen und zahlreiche private sowie intime Details preisgegeben. Auch in der Bevölkerung hält sich die Begeisterung über seine Rückkehr in Grenzen. Und Meghan? Sie sei beim gesamten Palastpersonal „für immer unten durch“, wie The Pik berichtet wird. Der Grund? Der Palast-Insider: „Sie gilt als schwierig, nörgelt ständig, ist unhöflich und fordernd. Die mag niemand hier.“

In königlicher Mission (hier 2019 bei „Trooping the Colour“) wird man Harry und Meghan (45) sicherlich nicht wiedersehen
Quelle: Privat

Wann genau die Umzugswagen in England eintreffen werden, bleibt unklar. Ebenso ungewiss ist der Zielort. Gemunkelt wird über die Cotswolds, eine malerische, ländliche Region im Südwesten Englands. Dort leben unter anderem die Beckhams und Talkqueen Ellen DeGeneres (68), die 2024 ebenfalls aus Montecito umzog. Die Sussexes kennen die Cotswolds bestens – sie verbrachten dort ihre ersten Ehejahre in einem exklusiven Landhaus im idyllischen Dörfchen Great Tew, bevor sie in das frisch renovierte Frogmore Cottage in Windsor zogen.