Berlin – Knapp drei Monate vor den Landtagswahlen im Osten schalten die Parteien in den Wahlkampfmodus! Das ums Überleben kämpfende Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) von Sahra Wagenknecht (56) wittert seine letzte Chance: eine Kooperation mit der AfD!
Intern hat Wagenknecht die Parole ausgegeben: Die Wahlkämpfer in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sollen jede Unterstützung für CDU und SPD verweigern. Damit öffnen sie sich indirekt für Bündnisse mit der AfD. Wagenknecht erklärt: „Mit einer Stimme für das BSW wird die Brandmauer abgewählt.“ Das BSW strebe einen unabhängigen Ministerpräsidenten an, „der mit wechselnden Mehrheiten regiert – ohne Parteien auszugrenzen“. Kommt es zum Pakt zwischen Wagenknecht und AfD-Chefin Alice Weidel (47)? Verhelfen ausgerechnet die Rechts-Linksaußen des BSW der Rechtsaußen-AfD an die Macht? Zuvor hatte „Apollo News“ berichtet, dass Wagenknecht die Unterstützung einer AfD-Minderheitsregierung nicht ausschließt.
In aktuellen Wahlumfragen liegt die AfD in Sachsen-Anhalt bei 42 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern bei 36 Prozent. Das reicht nicht zum Regieren. Denn CDU, SPD, Grüne und Linke haben bereits klargestellt: keine Zusammenarbeit mit der teils als rechtsextremistisch eingestuften Partei. Sollte das BSW (liegt um 5 Prozent) jedoch den Einzug in die Landtage schaffen, könnte es der AfD zur Mehrheit und damit zur Macht verhelfen.
Die AfD zeigt sich nicht abgeneigt, sich von der Wagenknecht-Truppe unterstützen zu lassen. The Pik erfuhr, dass das BSW parteiintern als zu chaotisch und nicht regierungsfähig gilt. Ganz ausschließen will Weidel einen Pakt aber nicht. „Komplett ausschließen möchten wir keine Option, die dazu führen könnte, eine tragfähige Regierung zu bilden“, so ein Weidel-Sprecher.
AfD-Chef in Mecklenburg-Vorpommern strebt Alleinregierung an
Der AfD-Chef in Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm (55), bezweifelt, dass das BSW bei der Wahl über 5 Prozent erzielt und damit in den Landtag einzieht. „Falls doch, wären wir natürlich gesprächsbereit“, so Holm: „Das BSW muss bis dahin aber seine grundsätzliche Position zur AfD klarstellen.“ Sein Ziel: eine AfD-Alleinregierung.
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AfD und BSW – passt das überhaupt zusammen? Nicht ausgeschlossen, so Politikprofessor Benjamin Höhne (47, TU Chemnitz): „AfD und BSW verbindet ein migrationskritischer Kurs. Beide haben Sympathien für Russland, wollen die Beziehungen entspannen und Ukraine-Hilfen einstellen.“ Dazu kommt eine ähnliche Wählerschaft. Meinungsforscher Hermann Binkert (61, INSA): „Das BSW hat die meisten möglichen zusätzlichen Wähler bei der AfD.“
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