Köln – Ein vermeintlicher Abschluss mündet in einen handfesten Skandal. Am Montag, dem 13. April, zeigt VOX (20.15 Uhr) das Finale der aktuellen Staffel von „Die Höhle der Löwen“. Vor den Kameras sichert sich Investor Carsten Maschmeyer (66) einen Vertrag mit dem Startup Sun Matters. Die Vereinbarung in der Sendung: 100.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile.
Während der Aufzeichnung am 1. April 2025 einigen sich die Gründerinnen Stella Hinderer und Karla Emcke von Sun Matters mit Carsten Maschmeyer auf einen Einstieg über seine Berliner Investmentgesellschaft Seed + speed. Die Bedingungen: 100.000 Euro für 20 Prozent.

Plötzliche Forderung nach neuen Vertragsbedingungen
Ein klassischer Handschlag vor laufenden Kameras. Doch in den anschließenden, nicht aufgezeichneten Gesprächen stellen Stella und Karla überraschend neue Forderungen. Anstelle von 100.000 Euro für 20 Prozent verlangen sie nun 750.000 Euro für lediglich fünf Prozent der Anteile.
Carsten Maschmeyer äußert sich deutlich: „Die Gründerinnen haben die Vereinbarung durch maßlose Gier gesprengt. Sie haben die ursprünglich ausgehandelten Konditionen nach der Sendung auf eine für den Investor noch nie dagewesene Weise verschlechtert. In den Gesprächen danach verlangten Stella und Karla plötzlich 750.000 Euro für fünf Prozent statt der vereinbarten 100.000 Euro für 20 Prozent. Eine solch maßlose und egoistische Nachverhandlung hat kein Löwe seit Beginn der Sendung erlebt.“
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Er fügt hinzu: „Ich muss es so klar sagen: Das ist die Unverschämtheit, die ich in meinen langen Jahren als Investor innerhalb oder außerhalb der Höhle der Löwen jemals erlebt habe.“ Maschmeyer ist nach eigenen Angaben mittlerweile an 150 Start-ups beteiligt. „Dass nach einer Ausstrahlung etwas nachverhandelt wird, kommt vor. Aber nicht in diesem Ausmaß.“
Verärgerte Reaktion aus Maschmeyers Team
Sein Team zeigt sich ebenfalls verärgert. In einer E-Mail an eine der Gründerinnen steht: „Wir sind mit Offenheit für moderate Anpassungen in das Gespräch gegangen, insbesondere angesichts eurer wirklich starken Performance. Nach eingehender interner Diskussion müssen wir dir jedoch offen sagen, dass eine Anpassung in dem von dir vorgeschlagenen Ausmaß für uns eine große Überraschung war. Eine Nachverhandlung in dieser Dimension – ein 7,5-faches Investment zu einer 28-fachen Bewertung – haben wir bisher noch nicht ansatzweise erlebt und sie fällt völlig aus dem Rahmen.“

Was Carsten Maschmeyer vor der Kamera zusagt, gelte laut einer Mitarbeiterin auch hinter den Kulissen. „Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit sind für uns hier zentral. Daher stehen wir selbstverständlich weiterhin zu dem in der Aufzeichnung vereinbarten Deal, sofern du diesen umsetzen möchtest. Dafür wäre es jedoch dringend erforderlich, das durch die überzogene Forderung beschädigte Vertrauen wiederherzustellen. Du hast in unseren Gesprächen immer wieder betont, dass es dir bei dem Deal insbesondere um Carsten als Person geht und ihr ihn bei Sun Matters an Bord haben wollt. Mit deinem letzten Vorschlag hast du jedoch leider genau das Gegenteil signalisiert.“
Handelte es sich um einen Aprilscherz?
Carsten Maschmeyer erklärt: „Am allermeisten ärgert mich, dass die beiden anderen Start-ups, die tatsächlich seriös nach einem Investor suchen, den kostbaren Sendeplatz weggenommen haben.“ Ein weiterer Seitenhieb folgt: „Die Aufzeichnung war am 1. April. Und ich habe das Gefühl, der ganze Auftritt war tatsächlich ein Aprilscherz.“
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