Bielefeld (NRW) – Spezialeinheit rückte an, Schüsse fielen: Bei einem Polizeieinsatz in Bielefeld ist ein polizeibekannter Mann durch Projektil aus einer Dienstwaffe ums Leben gekommen. Zuvor hatten sich dramatische Szenen abgespielt.

Gegen 12.55 Uhr am Dienstag alarmierte eine aufgelöste Frau die Einsatzzentrale. Sie meldete, dass ihr Lebensgefährte in der Wohnung randaliere. Sofort machten sich mehrere Streifenwagen auf den Weg zur gemeldeten Adresse im nordöstlichen Stadtgebiet von Bielefeld (Nordrhein-Westfalen).

Mann kündigte Gewalttaten an

An der Steubenstraße trafen die Einsatzkräfte auf einen tobenden, offensichtlich alkoholisierten Mann, der sich auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses aufhielt. Er brüllte lautstark Drohungen, Menschen umzubringen.

Schwer bewaffnete Spezialkräfte wurden zum Einsatzort gerufen
Quelle: Aus dem Internet

Angesichts der gefährlichen Situation wurde das Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei alarmiert. Gegen 15.30 Uhr spitzte sich die Lage jedoch zu. Nach bisherigen Erkenntnissen bewegte sich der Mann mit einer Waffe in der Hand direkt auf die Beamten zu. Diese eröffneten daraufhin das Feuer. Augenzeugen in der Nachbarschaft gaben an, ungefähr sechs Schüsse gehört zu haben.

Der Einsatz ist am Nachmittag noch in vollem Gange
Quelle: Aus dem Internet

Einsatz noch nicht beendet

Der Mann wurde von mindestens einem Geschoss getroffen und brach zusammen. Ersten Informationen zufolge war er der Polizei bereits wegen unerlaubten Waffenbesitzes und Rauschgifthandels bekannt. Sofort eingeleitete Wiederbelebungsmaßnahmen blieben erfolglos. Wie die Polizei mitteilte, konnte sich die Frau unverletzt aus der Wohnung in Sicherheit bringen. Die polizeilichen Maßnahmen vor Ort dauern weiterhin an.