Stuttgart – Bei den Autoherstellern wird gespart, und nun hat es Sami Khedira (39) getroffen: Der Sportwagenbauer beendet die Partnerschaft mit dem Weltmeister als Markenbotschafter. Wie aus Unternehmenskreisen zu erfahren war, ist das laufende Kostensenkungsprogramm des Stuttgarter Konzerns der Auslöser.
Porsche investiert Millionen in den Nachwuchssport. Mit Sami Khedira holte sich das Unternehmen 2018 eines der prominentesten Gesichter des Weltfußballs als Aushängeschild an Bord. Im Rahmen der Nachwuchsförderinitiative „Turbo für Talente“ gab der frühere Nationalspieler sein Wissen an junge Athleten weiter.
Nach dem umfangreichen Personalabbau wird nun auch eines der Prestigeprojekte des Sportwagenherstellers gestrichen. „Grundsätzlich überprüfen wir unsere Engagements und Aktivitäten regelmäßig auf ihre strategische Ausrichtung und Wirksamkeit. Dies umfasst auch Maßnahmen im Bereich der Jugendförderung“, erklärte ein Porsche-Sprecher auf Anfrage.
Im Rahmen des laufenden Sparpakets wurde bereits der „Porsche Fußball Cup“ für das laufende Jahr gestrichen – ein internationales Jugendturnier mit namhaften Vereinen. Der Konzern verspricht sich davon Einsparungen im sechsstelligen Bereich.

Wie aus Kreisen verlautet, steht die Trennung vom Weltmeister Khedira seit Wochen fest. Bereits im Frühjahr 2026 soll es ein letztes persönliches Treffen zwischen Khedira und Mitgliedern des Porsche-Vorstands gegeben haben. Beide Seiten hätten sich darauf verständigt, die Kooperation zum Jahresende auslaufen zu lassen, ohne den Vertrag zu verlängern.
„Porsche und Sami Khedira haben sich in gegenseitigem Einvernehmen darauf verständigt, die erfolgreiche Zusammenarbeit nach Ablauf der aktuellen Vertragslaufzeit nicht fortzusetzen“, so ein Porsche-Sprecher auf Anfrage. Die Khedira-Seite wollte sich zu der Trennung nicht äußern.
In seiner Funktion als Markenbotschafter soll Khedira nach Informationen ein Honorar von rund 200.000 Euro pro Jahr sowie zwei Porsche Cayenne als Dienstfahrzeuge erhalten haben. Die Wagen muss der Weltmeister zum Jahresende voraussichtlich zurückgeben. Gänzlich ohne Auto wird Khedira jedoch nicht dastehen.
Künftig fährt Khedira wohl BMW
Erst im Juni hatte der Weltmeister von 2014, gut fünf Jahre nach seinem Karriereende, sein Comeback im Profifußball vermeldet. Khedira kehrt zu Real Madrid zurück und unterstützt dort als Co-Trainer und Teammanager den Stab von José Mourinho (63). Von 2010 bis 2015 spielte Khedira bereits für den Klub und gewann unter anderem die UEFA Champions League und die spanische Meisterschaft.
Der offizielle Automobilpartner von Real Madrid ist seit 2022 BMW. Der Münchner Hersteller stellt den Profis und Trainern überwiegend Elektrofahrzeuge als Dienstwagen bereit. Mit seinem neuen Engagement bei Real Madrid und dem dortigen Auto-Partner BMW soll das Porsche-Aus nach Informationen jedoch nichts zu tun haben. Ausschlaggebend seien allein die Kosten gewesen.


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