Die Zukunft von Nico Schlotterbeck (26) beschäftigt den BVB weiterhin intensiv. Während zunächst die Verlängerung oder ein Verkauf im Mittelpunkt stand, gewinnt nun ein drittes Szenario an Bedeutung – eines, das die Dortmunder Führung besonders beunruhigen dürfte.

Der Innenverteidiger könnte nämlich einfach seinen Vertrag bis 2027 erfüllen und dann ablösefrei den Verein verlassen. Für den Nationalspieler wäre dies sowohl sportlich als auch finanziell eine vorteilhafte Position. Für den BVB hingegen würde dies den Verlust eines Schlüsselspielers ohne jegliche Transferentschädigung bedeuten.

Dass diese Option überhaupt ernsthaft erwogen wird, hängt mit den jüngsten Entwicklungen im Verein zusammen. Schlotterbeck selbst äußerte sich im Umfeld der Nationalmannschaft: „Ich habe lange mit Sebastian verhandelt. Sebastian ist jetzt nicht mehr da. (…) Jetzt hat sich die Situation ein bisschen verändert…“. Damit spielt er auf den Wechsel in der Sportdirektion an: Sebastian Kehl (46) ist nicht mehr zuständig, stattdessen führt nun Ole Book (40) die Verhandlungen.

Diese personelle Veränderung hat die Verhandlungsgrundlage neu justiert. Bereits diskutierte Punkte wie Gehaltsfragen, Ausstiegsklauseln und die sportliche Perspektive beim BVB stehen erneut zur Debatte. Eine rasche Einigung ist derzeit nicht absehbar.

Erstes Treffen zwischen Book und Schlotterbeck

Book und der Abwehrspieler haben bereits erste Gespräche geführt. Dabei ging es nicht nur um ein Kennenlernen, sondern auch um eine Einschätzung der Lage und mögliche Wege für die Zukunft.

Genau hier liegt die aktuelle Brisanz. Je länger die Entscheidung ausbleibt, desto größer wird das Risiko, dass keine Einigung erzielt wird. Dann würde eine Vertragsverlängerung immer unwahrscheinlicher – und das Szenario eines ablösefreien Abgangs gewänne an Realität. Bisher liegt Schlotterbeck kein verlockendes Angebot eines Spitzenklubs vor, das einen Wechsel attraktiv machen würde.

Fest steht: Dortmund benötigt dringend Planungssicherheit. Auch die Anhängerschaft beobachtet die Entwicklung mit wachsender Ungeduld. Noch ist alles möglich – doch das Worst-Case-Szenario ist eine reale Option, die der BVB im Auge behalten muss…