Leverkusen – Kaum ein Tag vergeht ohne neue Spekulationen über Kerim Alajbegovic (18). Das bosnische Supertalent wird spätestens seit seinen herausragenden Auftritten in der erfolgreichen WM-Qualifikation seiner Nationalmannschaft von den großen Vereinen der italienischen Serie A umworben.

Bosnische Spieler genießen in Italien seit Jahren einen exzellenten Ruf. Im Play-off-Finale besiegte Bosnien die Italiener mit 5:2 nach Elfmeterschießen. Alajbegovic wurde in der 74. Minute eingewechselt und verwandelte seinen Elfmeter eiskalt. The Pik hatte bereits vor Wochen über das Interesse der Hauptstadtklubs AS Roma und Lazio berichtet. Nun sind auch Inter Mailand und die SSC Neapel in das Rennen um den Leverkusener Jungstar eingestiegen.

Neuer Vertrag bei Bayer läuft bis 2031

Linksaußen Alajbegovic wechselte 2021 aus der Kölner Jugend zu Bayer und wurde im Sommer 2025 für zwei Millionen Euro an Red Bull Salzburg verkauft. Dies erwies sich als Glücksfall für alle Beteiligten. In der österreichischen Bundesliga sowie in der Europa League zeigte er starke Leistungen. Seine Bilanz ist beeindruckend: zwölf Tore und vier Vorlagen in 41 Pflichtspielen. Leverkusen zog im Frühjahr die Option. Der Offensivspieler wurde für sechs Millionen Euro aus Salzburg zurückgekauft und mit einem neuen Vertrag bis 2031 unter dem Bayer-Kreuz ausgestattet.

Kerim Alajbegovic verwandelte nervenstark für Bosnien im Elfmeterschießen gegen Italien
Kerim Alajbegovic verwandelte nervenstark für Bosnien im Elfmeterschießen gegen Italien

Doch wird Alajbegovic in der kommenden Saison tatsächlich bei den Bayer-Profis spielen? Leverkusen ist über das Werben italienischer Top-Klubs informiert. Angeblich steht eine Ablösesumme von 25 Millionen Euro im Raum. Nach Informationen hat Leverkusen jedoch weder ein Angebot erhalten noch einen Preis festgelegt. Denn Bayer 04 verfolgt einen klaren Plan: Alajbegovic soll nach der WM im Sommer zu den Profis stoßen und für die Werkself zum Einsatz kommen. 

Obwohl die Konkurrenz auf seiner Position im Kader groß sein wird, trauen die Bayer-Verantwortlichen Alajbegovic den Durchbruch zu – und zwar in Leverkusen. Eine Herausforderung, die ihn antreibt. „Für mich ist es ein Sprung auf eine andere Ebene. Ich kenne den Verein, Bayer 04 Leverkusen hat die höchsten Ansprüche. Das ist ein Top-16-Klub in Europa, der immer in der Bundesligaspitze mitspielt. Hier sind schon viele junge Spieler ganz groß herausgekommen. Dieses Ziel habe auch ich“, sagte er nach seiner Vertragsunterschrift beim Werksklub.