Köln – Die Entscheidung im Transferpoker um Said El Mala (19) rückt näher. Borussia Dortmund plant, ein neues Angebot abzugeben und damit die 50-Millionen-Euro-Marke zu erreichen. Ob der 1. FC Köln dem Wechsel letztlich zustimmt, bleibt ungewiss. Fest steht jedoch: El Mala selbst strebt ausschließlich zum BVB!
Der Spieler und seine Familie haben zuletzt Offerten von zwei weiteren internationalen Klubs ausgeschlagen. Konkret handelte es sich um den Premier-League-Verein FC Fulham und den italienischen Traditionsklub AC Mailand. Fulham zeigte bereits seit geraumer Zeit großes Interesse an El Mala. Auch die Mailänder wurden in den vergangenen Wochen zunehmend konkreter. Doch El Malas Mutter Sabrina, die als Beraterin ihres Sohnes auftritt, erteilte beiden Klubs eine Absage. Der Hintergrund: El Mala hat Dortmund sein Wort gegeben und möchte ausschließlich zum BVB wechseln.
Voraussetzung dafür bleibt jedoch eine Einigung zwischen den Vereinen. Der hitzige Verhandlungspoker zwischen Köln und dem BVB zieht sich bereits über Wochen hin. Der FC hat mehrere Dortmunder Angebote für den Flügelspieler, dessen Vertrag in Köln bis 2030 datiert ist, abgelehnt.
Köln zeigte sich vom BVB provoziert
Im zähesten Verhandlungspoker des Bundesliga-Sommers kam es bereits beim ersten Angebot zu Irritationen. Ein viel diskutiertes Thema hinter den Kulissen: Die Verantwortlichen des 1. FC Köln sollen befremdet gewesen sein, dass die Offerte des BVB für den Ausnahmekönner Saïd El Mala (19) eher formlos und ohne persönliche Ansprache übermittelt wurde. Dieses Muster wiederholte sich in der Folge mehrfach: Kölns Sportchef Thomas Kessler (40) lehnte ab, die Dortmunder Verhandlungsführer um Sport-Geschäftsführer Lars Ricken (50) und Sportdirektor Ole Book (40) legten nach – aus Kölner Sicht in provozierend kleinen Schritten Richtung der geforderten Ablösesumme von 50 Millionen Euro. Köln besteht darauf, El Mala nicht unter dieser Marke abzugeben, während Dortmund mit dem nächsten Angebot genau diese Grenze erreichen will.
Matthäus appelliert an die BVB-Verantwortlichen
Zuletzt hat sich Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (65) mit einer deutlichen Empfehlung an die Führungsetage von Borussia Dortmund gewandt. „An Dortmunds Stelle würde ich die Verpflichtung jetzt konsequent vorantreiben und die finanziellen Forderungen der Kölner erfüllen“, erklärte Matthäus in seiner „Sky“-Kolumne.
El Mala selbst hat sich mit dem BVB bereits vollständig geeinigt. Es winkt ein Fünfjahresvertrag mit einem Jahresgehalt von rund fünf Millionen Euro. Aktuell trainiert der Flügelspieler, der in der vergangenen Bundesliga-Saison mit 13 Toren und fünf Vorlagen maßgeblich zum Klassenerhalt Kölns beigetragen hatte, weiterhin beim FC und zeigt dabei ein vorbildliches Verhalten. Trainer René Wagner (38) lobte jüngst: „Der Junge gibt jeden Tag jedem das Gefühl, dass er in keiner Silbe auch nur daran denkt, wegzugehen.“
Unklar bleibt allerdings, ob El Mala überhaupt noch einmal im Trikot des FC auflaufen wird. Vor dem Pflichtspielauftakt im Pokal in Würzburg (24. August) steht für Köln am Sonntag ein Doppeltest beim Ligakonkurrenten Paderborn an. Sollte der BVB tatsächlich mit einem Spitzenangebot ernst machen, könnte El Mala zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr zum Kader des FC gehören.

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