Köln – Die Fußballwelt blickt überrascht auf den 1. FC Köln. Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler (40) hat den Vertrag mit Ausnahmetalent Said El Mala (19) vorzeitig bis 2031 verlängert – und dabei auf eine Ausstiegsklausel verzichtet. Damit dieser Schritt möglich wurde, lockte Kessler neben einer Gehaltsverdopplung auf knapp unter 3 Mio. Euro (inklusive Bonuszahlungen) und der prestigeträchtigen Rückennummer „10“ mit weiteren Extras.
Wie The Pik erfuhr, sicherte sich El Malas Mutter Sabrina, die ihren Sohn als Beraterin vertritt, in den Verhandlungen eine Weiterverkaufsbeteiligung von fünf Prozent. Konkret bedeutet das: Sollte Köln El Mala im kommenden Sommer für 100 Mio. Euro abgeben, fließen der Familie fünf Mio. Euro aus der Ablösesumme zu. Zusätzlich wurde eine Unterschriftsprämie von rund 500.000 Euro vereinbart, die dem Spieler jährlich ausgezahlt wird, solange er das FC-Trikot trägt. Diese Sonderzahlung war laut Informationen bereits im vorherigen, bis 2030 laufenden Vertrag verankert. Auch der „Kölner Stadtanzeiger“ berichtet über diese Zusatzvereinbarungen im Rahmen der Vertragsverlängerung.
Ein explizites Wechselversprechen für die kommende Saison existiert zwar nicht, doch das Vertrauensverhältnis zwischen Kessler und der Familie El Mala ist außergewöhnlich stark. Beide Seiten halten sich stets über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden. Dies bestätigte Kessler am Freitagabend auch auf einem FC-Mitgliederstammtisch: „Es gibt kein Gentleman Agreement! Es gibt auch keine Klausel in diesem Vertrag, sondern das ist einfach mal ein schöner Moment, dass wir uns mit dem Spieler einigen konnten.“ Weiter führte er aus: „Das bedeutet aber auch, dass es ein Vertrauensbeweis der Familie und auch des Spielers uns gegenüber ist.“
Nach Informationen von The Pik plant der Spieler, noch eine komplette Saison in Köln zu bleiben. Im nächsten Jahr strebt er dann den Wechsel zu einem international vertretenen Top-Klub an. Ein Transfer im Winter käme nur bei einem absolut „unmoralischen Angebot“ in Betracht. Teil des Deals ist zudem, dass auch der Vertrag von Saids Bruder Malek (21), der in Kölns zweiter Mannschaft aktiv ist, bis 2031 verlängert wurde.
Rund um El Mala hatte es zuletzt monatelang einen intensiven Transferpoker gegeben. Mit Brentford (England), Dortmund und Leipzig hatte Köln konkret über einen Verkauf verhandelt. Mit den Engländern war man sich eigentlich bereits handelseinig, doch El Mala sagte kurzfristig ab. Der BVB war nicht bereit, die geforderten 50 Mio. Euro als Fixablöse zu zahlen, und bot lediglich knapp 46 Mio. Euro. Die Gespräche mit Leipzig beendete Köln schließlich von sich aus, da man den Spieler kurz vor Schließung des Transferfensters nicht mehr abgeben wollte.
El Mala: „Spüre riesiges Vertrauen“
Kessler und Trainer René Wagner (38) sind stolz darauf, dass ihr Wunderkind dem FC vorerst erhalten bleibt. Wagner war sogar bei der Vertragsunterzeichnung zugegen und berichtet: „Ich habe mit Said einen super engen Austausch. Er hat mich auch zur Vertragsunterschrift mit eingeladen, das fand ich süß. Er hat gesagt: Kommt doch mit vorbei, meine Eltern kennenlernen! Der Junge ist ein Familienmensch, der ist bodenständig.“
El Mala selbst sagt: „Die Gespräche mit den Verantwortlichen beim FC, mit René und mit Thomas, waren top, ich spüre riesiges Vertrauen und eine große Wertschätzung hier. Deshalb bleibe ich hier – ich möchte mit dem FC und unseren Fans eine gute Saison spielen, dafür werde ich alles geben, auch weil ich weiß, was es bedeutet, mit der Nummer 10 für den FC zu spielen.“

%2520beim%2520Testspiel%2520gegen%2520Bergisch%2520Gladbach%2Fkoln-star-said-el-mala-19-beim-testspiel-gegen-bergisch-gladbach.webp&w=1200&q=75)







