Hamburg – Der frühere Rotlicht-Größe Bert Wollersheim (75) gerät nach einem hitzigen Disput auf der Reeperbahn ins Visier polizeilicher Ermittlungen. Reue zeigt der TV-Bekanntheit („Die Wollersheims“) indes nicht. Seine Reaktion: „Das ist einfach nur albern.“

Am Donnerstagabend um 21.30 Uhr suchte der Hamburger Fotograf Heiko Weßling (50) die Davidwache auf und stellte Strafanzeige gegen Wollersheim. Vorgeworfen werden ihm Beleidigung und Bedrohung. Von Seiten der Polizei werden die Ermittlungen bestätigt.

Taxifahrt für 25 Euro entfacht den Konflikt

Der Ursprung des Streits liegt im Juli: Am 8. Juli feierte Dragqueen Olivia Jones (56) ihre Sommerparty auf der Kiez-Meile. Wollersheim und seine Begleitung Angel (54) nächtigten im nahegelegenen „East Hotel“. Laut Wollersheim sei die Hinfahrt preiswert gewesen: „Wir sind mit dem Taxi hingefahren und haben keine sechs Euro bezahlt.“

Bert Wollersheim mit seiner Freundin Angel (Natalie Strehlau, 54) am 8. Juli bei der Olivia-Jones-Party in Hamburg. Die beiden sind seit Januar 2026 ein Paar. Kennengelernt haben sie sich über Instagram

Für den Rückweg steuerte er den Taxistand an. „Heiko hat gesagt, bleib hier stehen, er holt uns eins. Am Ende verlangte der Fahrer 25 Euro. Ich habe gehört, wie er dem Fahrer gesagt hatte, ich sei prominent, und dachte, vielleicht bekommt er jetzt noch zehn Euro ab.“ Letztlich zahlte er dem Fahrer widerwillig 20 statt der geforderten 25 Euro. Auch Weßling schildert seinen Anteil: „Ich habe dem Taxifahrer gesagt, es ist ein prominenter Kunde und er solle sich Mühe geben. Was ich nicht wusste, war, dass er im East Hotel untergebracht ist und es eine Kurzstrecke war. Dann hätte ich sie auch zu Fuß begleitet.“

Bert Wollersheim am DJ-Pult der Partylocation Kiez Alm Hamburg auf der Reeperbahn

Vergangene Woche traf man sich zufällig in einer Bar auf der Reeperbahn wieder – und der Konflikt um die Taxifahrt eskalierte. Die Darstellungen beider Beteiligten ähneln sich dabei stark. Wollersheim erinnert sich: „Wir saßen in einer Bar, als sich Heiko dazugesellte. Ich habe ihm gesagt, was für ein mieses Ding das war, den Fahrer auf mich anzusetzen. Ich habe gesagt: Verarsch mich nicht noch mal.“

Heiko Weßling ist in Hamburg seit vielen Jahren als Promi- und Eventfotograf bekannt

„Sei nicht so frech, du Arschloch“

Weßling berichtet: „Er fing an, rumzupöbeln, der Taxifahrer hätte ihn abgezockt. Er nannte mich Arschloch und blöder Penner. Ich hätte extra gesagt, dass er prominent sei. Ich meinte es nur nett.“ Irgendwann sei das Maß voll gewesen, so der Fotograf: „Ich habe gesagt: Bleib doch einfach in deinem scheiß Düsseldorf, vielleicht kennst du da alle Taxifahrer, die dich nicht abzocken.“ Wollersheim kontert: „Ich habe gesagt: Sei nicht so frech, du Arschloch. Das war’s.“ Weßling ergänzt: „Er fragte, ob er mir auf die Fresse hauen soll.“

Der Fotograf zog daraufhin die Konsequenz und stellte Anzeige. Wollersheim bleibt bei seiner Haltung: „Ein Arschloch ist einfach ein Arschloch. Das war schon mein Leben lang so, da gibt es auch kein besseres Wort dafür. In unseren Rotlichtzeiten war es Gesetz, dass man keine Anzeigen macht. Man regelte alles immer anders.“ Heiko Weßling entgegnet: „Man kann die Sache nicht unter sich klären. Ob das auf der Reeperbahn oder in Buxtehude passiert, ist mir scheißegal.“