Berlin – Die CDU erobert die Spitzenposition zurück! Nur fünf Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl kann die Partei von Spitzenkandidat Stefan Evers (46) in der aktuellen INSA-Erhebung um zwei Prozentpunkte zulegen und erreicht nun 20 Prozent.
Allerdings ist der Vorsprung keineswegs komfortabel: Die Linke folgt mit 19 Prozent dicht auf Platz zwei. Deutliche Verluste muss die AfD hinnehmen, die zwei Prozentpunkte einbüßt und auf 17 Prozent abrutscht. Die SPD hingegen verbessert sich ebenso wie die CDU um zwei Punkte.
Die Grünen erreichen 16 Prozent, die Sozialdemokraten kommen auf 15 Prozent. Zwischen dem ersten und dem fünften Rang liegen somit lediglich fünf Prozentpunkte – Berlin erlebt ein wahres Fünf-Parteien-Drama!

Schwarz-Rot ohne Mehrheitsperspektive
Besonders bemerkenswert: Die derzeitige Regierungskoalition aus CDU und SPD vereint gemeinsam lediglich 35 Prozent der Stimmen auf sich. Für eine regierungsfähige Mehrheit im Abgeordnetenhaus ist das deutlich zu wenig.
Ein Zusammenschluss aus Linken, SPD und Grünen käme hingegen auf 50 Prozent. INSA-Chef Hermann Binkert (61) erkennt eine Dynamik im linken Spektrum: „Rot-Rot-Grün besitzt gute Aussichten auf eine Mehrheit im Abgeordnetenhaus. Doch beim Posten des Regierenden Bürgermeisters würden die Berliner in diesem Szenario eher Steffen Krach (47, SPD) als Elif Eralp (45, Linke) bevorzugen.“
Auch eine Kenia-Variante aus CDU, SPD und Grünen hätte mit 51 Prozent eine Mehrheit. Für FDP und BSW gestaltet sich die Lage hingegen zunehmend schwierig: Beide Parteien verharren bei drei Prozent und würden den Wiedereinzug ins Abgeordnetenhaus klar verfehlen.
Eindeutiges Signal bei Enteignungsfrage
Auch beim kontroversen Thema Enteignung äußern sich die Berliner klar: Nur 26 Prozent sprechen sich für die Enteignung großer Wohnungskonzerne aus, sofern dafür Milliarden an Entschädigungszahlungen fällig würden. Eine deutliche Mehrheit von 61 Prozent bevorzugt stattdessen Investitionen in den Wohnungsbau und andere öffentliche Vorhaben.
Die INSA-Befragung wurde zwischen dem 7. und 13. August 2026 unter 1000 Berlinern online durchgeführt. Die statistische Fehlertoleranz beträgt ± 3,1 Prozentpunkte.








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