Weshalb verfügen einige Personen jenseits der 80 über ein Gedächtnis, das dem von 50-Jährigen gleicht, während andere erhebliche Einbußen erleben? Eine aktuelle Untersuchung präsentiert eine bemerkenswerte Antwort: Bei sogenannten „Super-Agern“ entstehen besonders viele frische Nervenzellen. Die Studie wertete Hirnproben verstorbener Spender aus – von jungen Erwachsenen bis zu über 80-Jährigen mit außergewöhnlicher Gedächtnisleistung. Die Erkenntnis: Ältere mit stabiler kognitiver Leistungsfähigkeit generieren weiterhin neue Neuronen.
Zwar stellen diese neu gebildeten Nervenzellen lediglich einen minimalen Anteil – etwa 0,01 Prozent der Zellen im Hippocampus, der zentralen Gedächtnisregion. Doch offenbar genügt dies, um die mentale Fitness zu erhalten. Besonders bemerkenswert: Die „Super-Ager“ wiesen sogar mehr junge, noch nicht vollständig ausgereifte Neuronen auf als andere gesunde Ältere – und deutlich mehr als Alzheimer-Erkrankte. Bei Demenzpatienten scheint die Neurogenese erheblich nachzulassen.
Lange dominierte in der Medizin die Lehrmeinung, das menschliche Gehirn bilde nach der Geburt keine neuen Nervenzellen mehr. Diese Annahme wird seit einigen Jahren zunehmend in Zweifel gezogen. Die neue Studie liefert weitere Indizien dafür, dass unser Gehirn selbst im hohen Alter noch bemerkenswert anpassungsfähig sein könnte. Auch Prof. Dr. Christoph Kleinschnitz, Direktor der Neurologischen Klinik am Universitätsklinikum Essen, bewertet die Studienergebnisse als richtungsweisend, „da sie direkt an menschlichen Gehirnen gewonnen wurden“. Mit diesen modernen Methoden werde immer offensichtlicher, dass die rund 85 Milliarden Nervenzellen des menschlichen Gehirns nahezu alle einzigartig seien.
Allerdings war die Anzahl der untersuchten Gehirnproben gering. Experten weisen daher darauf hin, dass die Resultate vorsichtig zu bewerten sind. Die große Hoffnung der Wissenschaftler: Versteht man die Mechanismen der Zellneubildung im Gehirn, könnten künftig Therapien entwickelt werden, die diesen Prozess bei Menschen mit Gedächtnisstörungen gezielt fördern. Kleinschnitz: „Auch bei anderen neurologischen Erkrankungen wie beispielsweise Parkinson sterben zunächst nur Nervenzellen in ganz bestimmten Hirnarealen ab. Auch hierauf ließe sich diese Methode nun übertragen und so möglicherweise neue Behandlungsansätze entwickeln.“
Zur Person:
Prof. Christoph Kleinschnitz leitet die Neurologie am Universitätsklinikum Essen. In seiner Klinik werden sämtliche neurologischen Krankheitsbilder behandelt, etwa Schlaganfall, Alzheimer, Multiple Sklerose, Parkinson, Hirntumore, Epilepsie oder seltene neurologische Erkrankungen.




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