Nun ist es amtlich: Der Schwergewichtsschlagabtausch zwischen Moses Itauma und Filip Hrgovic bekommt eine erhebliche Aufwertung. Die IBF stufte den Fight am 29. August in der Londoner O2 Arena zum Duell um den freien WM-Thron hoch.
In Londons O2-Arena geht es um den IBF-Gürtel
Der Hauptkampf der Queensberry-Veranstaltung am 29. August in der Londoner O2 Arena wird nun um die vakante IBF-Krone im Schwergewicht ausgetragen. Wie der Promoter Queensberry mitteilte, hat der Weltverband den bereits terminierten Vergleich zwischen dem unbesiegten Briten Moses Itauma (14-0, 12 K.o.-Siege) und dem Kroaten Filip Hrgovic (20-1, 15 K.o.-Siege) offiziell als Titelkampf anerkannt.
Der Gürtel war vakant geworden, nachdem Oleksandr Usyk den IBF-Titel bereits im Juni zurückgegeben hatte.
Eigentlich hatte die IBF Ende Juni verfügt, dass Itauma gegen den kubanischen Top-Schwergewichtler Frank Sanchez (26-1, 19 K.o.-Siege) um den vakanten Titel antreten solle. Zu diesem Zeitpunkt führte Sanchez die IBF-Rangliste an, Itauma rangierte auf Platz drei.
Da der Kampf zwischen Itauma und Hrgovic jedoch bereits zuvor vertraglich fixiert und der Öffentlichkeit präsentiert worden war, fanden alle Beteiligten eine gemeinsame Lösung. Queensberry-Promoter Frank Warren erklärte gegenüber der BBC, dass Sanchez einer sogenannten Step-aside-Vereinbarung zugestimmt habe. Im Gegenzug erhielt der Kubaner eine finanzielle Entschädigung und soll anschließend als Pflichtherausforderer gegen den Sieger des WM-Kampfes antreten.
„Wir haben Sanchez eine Summe gezahlt. Wir haben ihm zugesichert, dass er dadurch keine Nachteile hat und nach dem Kampf die Gelegenheit bekommt, gegen den Sieger um den Titel zu boxen“, so Warren.

Premiere im WM-Ring für beide Schwergewichtler
Für Itauma wie auch für Hrgovic ist es der erste WM-Kampf in ihrer jeweiligen Profilaufbahn. In den aktuellen Rankings von The Ring steht Hrgovic auf Position fünf, während Itauma unmittelbar dahinter auf Rang sechs geführt wird.
Für den erst 21-jährigen Briten geht es dabei um mehr als nur den ersten Weltmeistertitel – es winkt ein Eintrag in die Annalen des Boxsports. Mit einem Sieg avancierte Itauma zum zweitjüngsten Schwergewichts-Champion der Geschichte. Der Rekord gehört weiterhin Mike Tyson, der seinen ersten WM-Gürtel im Alter von 20 Jahren und vier Monaten eroberte. Floyd Patterson, der 1956 mit 21 Jahren und zehn Monaten Weltmeister wurde, würde von Itauma auf Rang drei verdrängt. Am Kampftag ist der Brite 21 Jahre, acht Monate und einen Tag alt.
Auch Frank Warren traut seinem Schützling diesen historischen Coup zu: „Wir haben Moses verpflichtet, als er 16 war. Damals war er noch Amateur, und wir haben ihn gefördert, bevor er Profi wurde. Seitdem hat er die Boxwelt im Sturm erobert. Das ist ein großer Moment für ihn, aber ich bin sicher, dass er es schaffen kann.“
Itauma geht als deutlicher Favorit in den Titelkampf
Trotz der größeren Routine von Hrgovic sehen die Wettanbieter den ungeschlagenen Linksausleger aus England klar vorn. Itauma wird mit einer Quote von rund 1,17 als deutlicher Favorit geführt, während ein Erfolg des Kroaten derzeit mit etwa 8,00 eingeschätzt wird.
Am 29. August entscheidet sich also nicht nur, wer neuer IBF-Weltmeister im Schwergewicht heißt, sondern womöglich auch, ob Moses Itauma ein weiteres Kapitel Boxgeschichte schreibt.





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