Jimi Blue schien einst alles zu besitzen, was man sich erträumen konnte, und verfügte über beste Karten für eine glanzvolle Zukunft: eine wohlhabende Promi-Familie, eine erfolgreiche Filmreihe als Kinderstar und eine Musikkarriere, die ihm praktisch auf dem Silbertablett serviert wurde.

Doch mit 35 Jahren ist vom einstigen Glanz und Superstar-Status kaum noch etwas übrig. Seine Schauspielkarriere hat er seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr fortgesetzt und stattdessen versucht, auf anderen Wegen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten – zuletzt als Akteur im Reality-TV, wo ihm im vergangenen Jahr tatsächlich ein echter Triumph gelang.

Er konnte die letzte Staffel von „Promi Big Brother“ für sich entscheiden und neben einer mutmaßlichen Gage von 50.000 Euro auch das Siegerpreisgeld von 100.000 Euro einstreichen. Darüber hinaus bekam er eine eigene Doku-Serie im Stil der „Kardashians“ bei Sky. So gelang es ihm zumindest finanziell, sich zu stabilisieren und seine größten Schulden abzutragen.

Rapkarriere

Dennoch stellt sich für Jimi Blue die Frage, wie er künftig sein Einkommen sichern will. Big Brother wird er nicht jedes Jahr gewinnen können, und generell ist das Reality-TV-Geschäft für die allermeisten schnell wieder vorbei. Schauspielerisch hat er seit 2016 keine Engagements mehr erhalten, und die Ära, in der er kostengünstige Popmusik produzieren konnte, ist ebenfalls längst vorüber. Bis vor einigen Monaten versuchte er deshalb, im Rap-Bereich wieder Fuß zu fassen.

Seine ersten Versuche als Rapper unternahm Jimi Blue bereits vor über 15 Jahren. Mit Unterstützung von Ali As veröffentlichte er damals ein vielbeachtetes „Halt die Fresse“-Video bei AggroTV, das dank seiner frechen Texte tatsächlich zu einem kleinen Klassiker wurde. An diesen Erfolg konnte er jedoch nicht anknüpfen.

Was man Jimi Blue nicht vorwerfen kann: dass er sich scheut, Neues auszuprobieren. Vor kurzem hat der 34-Jährige angekündigt, kurzerhand sein Image und seine musikalische Ausrichtung zu wechseln. Unter dem Namen Bonader Music will er ab sofort elektronische Musik produzieren. Dafür hat er sein eigenes Label „Dirty D Records“ gegründet. Wie ein Chamäleon hat er zudem seinen Stil verändert, um sich der neuen Musikrichtung anzupassen – was zumindest auf den ersten Blick etwas unauthentisch wirkt.