London – Bis zu 1500 Gäste füllen an Wochenenden die Diskothek „Chemistry“ in Canterbury. Das umgebaute Lagerhaus mit seinen drei Tanzbereichen zieht besonders Studierende mit niedrigen Preisen und ungezwungener Atmosphäre an. Hip-Hop, Indie und Pop-Hits heizen die Stimmung an.
Die Veranstaltungen vom 5. bis 7. März erwiesen sich als besonders gut besucht: „Indie Rock Night“ am Donnerstag, die Studentenparty „Spring Fling“ am Freitag und der wöchentliche Clubabend „On Repeat“ am Samstag. Was wie unbeschwerter Feierspaß begann, wurde später zu einem ernsten Infektionsgeschehen.
Anfängliche Anzeichen wurden für Covid-19 gehalten
Einige Tage nach den Clubabenden suchten erste Besucher mit Kopfschmerzen, Fieber und Schüttelfrost Hilfe. „Das wird wohl Covid sein“, mutmaßte Khali Goodwin telefonisch bei ihrer 21-jährigen Tochter Keeleigh, wie sie später in der Fernsehsendung „Good Morning Britain“ berichtete. Goodwin empfahl ihrer Tochter, sich auszuruhen. Kurz darauf brach Keeleigh im Bad zusammen. Ihre Mitbewohnerin rief den Notdienst. Im Krankenhaus stellten Ärzte eine Meningitis fest – eine Hirnhautentzündung, verursacht durch hoch ansteckende Meningokokken der Serogruppe B. Die Bakterien können binnen weniger Stunden zum Tod führen.

Tragische Todesfälle in der Region
Die Grafschaft Kent im Südosten Englands wurde von der Krise getroffen. Keeleigh Goodwin zählt zu den bis Freitag gemeldeten 29 Meningitis-Erkrankungen. Zwei junge Menschen starben an der Infektion: ein 21-jähriger Student der Universität Kent und die 18-jährige Schülerin Juliette Kenny. Sie verstarb nur zwölf Stunden nach dem ersten Erbrechen. „Sie war fit, gesund und stark“, sagte Vater Michael Kenny der Nachrichtenagentur PA. „Die Krankheit hat sie uns so schnell genommen.“
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Großangelegte Impfaktion läuft
Plötzlich sind wieder jene besorgniserregenden Bilder zu sehen, die man längst überwunden glaubte: Menschen mit Mundschutz in langen Schlangen, die auf Medikamente oder Impfungen warten. Vor der Universität Kent erstreckte sich die Warteschlange über einen Kilometer. Bis Freitagmorgen wurden 10.000 Antibiotika-Dosen verteilt und 2500 Impfungen durchgeführt. Wegen begrenzter Impfstoffmengen haben zunächst nur Studierende und Beschäftigte der Universität Kent, Schüler von vier betroffenen Schulen sowie Kontaktpersonen von Infizierten Anspruch auf die Impfung. Die Behörden empfehlen allen etwa 2000 Besuchern der „Chemistry“-Partys im ersten März-Wochenende die vorbeugende Einnahme von Antibiotika. Wer Symptome entwickelt, soll sofort ein Krankenhaus aufsuchen.
Die Lage erinnert auffallend an das Jahr 2020. Droht mit der Meningitis eine neue Pandemie?

Die lebensgefährlichen Bakterien werden per Tröpfcheninfektion übertragen. Da Meningokokken außerhalb des Körpers nur kurz überleben, sind sie weniger ansteckend als Masern oder Covid-19. In dicht gedrängten Tanzmengen finden sie jedoch ideale Verbreitungsbedingungen. Küssen, Anhusten oder das Teilen von Flaschen erhöht das Infektionsrisiko deutlich. Britische Medien vermuten, dass Clubgänger möglicherweise eine E-Zigarette gemeinsam nutzten. Der Schüler Alex R. berichtete dem „Daily Telegraph“ aus dem Krankenhaus, er habe in der Disco ein Mädchen geküsst.
Erster Fall in London
Keeleigh Goodwin befindet sich weiterhin im Krankenhaus, ihr Zustand bessert sich. „Wirklich beängstigend“ sei die Infektion gewesen, schilderte sie dem Sender Sky News am Telefon. „Mein ganzer Körper tat weh. Ich hatte gleichzeitig Hitze- und Kältegefühle, habe noch nie so stark geschwitzt und so heftige Kopfschmerzen gehabt.“ Glücklicherweise sei ihr rechtzeitig geholfen worden. „Es hätte sonst viel schlimmer ausgehen können.“
Genau eine Woche nach der ersten bestätigten Infektion gab es am Freitag gemischte Nachrichten. Positiv: Die Fallzahlen steigen zwar weiter, aber langsamer. Besorgniserregend: Eine Londoner Schule meldete den ersten Infektionsfall in der Hauptstadt.

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