Orlando (USA) – Ein Kaiserschnitt am 11. Dezember 2025 sollte für Tiffany Score das Ende einer langen Leidensgeschichte markieren – und den Beginn eines neuen Lebensabschnitts. „Jahre medizinischer Eingriffe, enormer Kosten und tiefer emotionaler und körperlicher Opfer“ hätten damit ein Ende gefunden, so die junge Mutter. Gleichzeitig begann das Leben eines gesunden Babys, dem sie und ihr Mann Steven den Namen Shea gaben.
Doch seit Sheas Geburt sind alle Gewissheiten, die das Paar zu haben glaubte, dahin. Stattdessen hat ein Rechtsstreit begonnen, der womöglich nie ein befriedigendes Ende finden wird.
Denn Baby Shea, wie ein DNA-Test ergab, ist genetisch nicht mit der Frau verwandt, die es zur Welt brachte – und auch nicht mit dem Mann, der sich für seinen Vater hielt. Den Eltern war dies bereits im Kreißsaal aufgefallen: Tiffany und Steven sind weiß, ihr Baby hingegen schwarz.
Embryonen wurden 2020 eingefroren
Um die Ursache zu verstehen, muss man ins Jahr 2020 zurückgehen. In einer Kinderwunschklinik in Florida ließ Tiffany sich Eizellen entnehmen, die mit Stevens Sperma befruchtet wurden. Drei so entstandene Embryonen wurden eingefroren, um sie später einzusetzen. „Sie waren damals noch nicht bereit, eine Familie zu gründen“, erklärte Familienanwalt Jack Scarola.

Im April 2025 war es dann so weit: Tiffany wurde ein Embryo eingesetzt. Am 11. Dezember musste Shea per Notkaiserschnitt geholt werden. Das Baby, so hieß es später in Gerichtsakten, habe das „Erscheinungsbild eines nicht-kaukasischen Kindes“ – also eine andere Hautfarbe als seine vermeintlichen Eltern. Als ein DNA-Test den Verdacht bestätigte, forderte das Paar Aufklärung vom „Fertility Center of Orlando“. Die Klinik verweigerte die Auskunft mit Verweis auf den Datenschutz. Daraufhin zogen Tiffany und Steven vor Gericht.
Sie wollten wissen, wie es zu dieser Verwechslung kommen konnte, was mit ihren Embryonen passiert ist – und vor allem, ob sie ihr Baby behalten dürfen.
Paar möchte Baby behalten
Während der neunmonatigen Schwangerschaft sei eine „äußerst starke emotionale Bindung“ zwischen Mutter und Kind entstanden, heißt es in der Klageschrift. Trotz des Wissens um die fehlende genetische Verwandtschaft werde „die emotionale Bindung mit jeder Minute eines jeden Tages stärker, die das Baby in ihrer Obhut bleibt.“
Das Paar selbst beschreibt seine Situation noch drastischer
„Wir sind untröstlich, erschüttert und verwirrt“, schrieben Tiffany und Steven auf Facebook. „Wir sind unendlich dankbar, sie in unserem Leben zu haben. Wir lieben sie über alles. Gleichzeitig sind wir uns unserer moralischen Verpflichtung bewusst, ihre genetischen Eltern zu finden.“ Diese Eltern könnten ihr Kind zurückfordern. Wie ein Gericht entscheiden würde, ist unklar: Einen vergleichbaren Fall hat es in Florida noch nie gegeben. In Kalifornien einigten sich zwei Paare mit vertauschten Embryonen vor einigen Jahren darauf, beide Kinder gemeinsam großzuziehen.

Wo sind die richtigen Embryonen?
Doch Tiffany und Steven quält eine weitere Frage: Was, wenn einer ihrer Embryonen einer anderen Frau eingesetzt wurde? Wenn da draußen ein Kind lebt, dessen biologische Eltern sie sind?
Eine Richterin verpflichtete die Klinik Ende Januar, kostenlose Gentests anzubieten. Alle, die im März 2020 Embryonen eingefroren hatten oder denen im April 2025 welche eingesetzt wurden, sollten Gewissheit bekommen. Denn wann genau die Verwechslung passierte, ließ sich nicht mehr nachvollziehen.
Etwa ein Dutzend Paare meldete sich. Andere wollen es wohl lieber nicht wissen. Und in ganz Amerika fragen sich nun Eltern, deren Kinder durch In-vitro-Fertilisation gezeugt wurden: Kann uns das auch passiert sein? Die wenig beruhigende Antwort: Sicherheit bringt nur ein DNA-Test.
Kann das auch in Deutschland passieren?
Deutsche Eltern können beruhigter sein. Für die 25.000 Babys, die jährlich mit künstlicher Befruchtung gezeugt werden, gelten hohe Sicherheitsstandards. Bei Blutabnahme, Samenspende, Embryotransfer oder Raumwechsel werden die Patientendaten immer wieder abgeglichen. Computergestützte Überwachungssysteme dokumentieren jeden Arbeitsschritt im Labor. Jedes Probengefäß erhält einen personalisierten Aufkleber und wird eindeutig einem Patientenpaar zugeordnet. Das Programm erkennt automatisch, welche Probe sich am Arbeitsplatz befindet, und schlägt Alarm, wenn Proben verschiedener Paare zusammenkommen.
Einen Beleg dafür, dass der richtige Embryo eingepflanzt wurde, gibt es allerdings nicht. Eine Kinderwunschklinik stellt nach dem Einsetzen noch die Schwangerschaft fest, übergibt die werdende Mutter dann aber an ihren Gynäkologen. Bei konkretem Fehlerverdacht muss auch hier ein DNA-Test Klarheit schaffen. „Dann gilt in Deutschland zuallererst Paragraf 1591 BGB: Die gebärende Mutter ist die rechtliche Mutter“, erklärt Katharina Heynemann (43), Fachanwältin für Medizinrecht.

Biologische Eltern sind gefunden
Vor wenigen Tagen meldeten Tiffany und Steven: Die biologischen Eltern ihrer Tochter seien identifiziert. „Damit endet ein Kapitel unserer herzzerreißenden Reise. Zugleich wirft dies aber neue Fragen auf“, erklärten die Eltern. Bislang hätten Sheas leibliche Eltern noch keine Herausgabeansprüche geltend gemacht, so der Familienanwalt. Obwohl man dies nicht müsse, wolle man ermöglichen, dass das Kind seine biologischen Eltern kennenlernt. Denn irgendwann wird Shea alt genug sein, um Fragen zu stellen.
Weiter unklar bleibe, was aus ihren Embryonen geworden sei, so das Paar: „Und es ist noch unwahrscheinlicher geworden, dass es jemals geklärt wird.“ Die Kinderwunschklinik hat angekündigt, ihren Betrieb ab 20. Mai einzustellen.
Viele Fragen werden also unbeantwortet bleiben. Eines jedoch sei absolut klar, betonen die Eltern: „Unser kleines Mädchen ist vollkommen unschuldig und hat all das in keiner Weise verdient. Wir werden dieses Kind für immer lieben und seine Eltern sein.“

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