Berlin – Eine unerwartete Wende im Beliebtheitsranking der Politiker: Verteidigungsminister Boris Pistorius (66, SPD) führt seit Monaten, vor CSU-Chef Markus Söder (59) und dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (50, CDU). Nun hat ein neuer Kandidat beide Unions-Politiker überholt und sich auf dem zweiten Platz positioniert.

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir (60) ist der Aufsteiger der Woche im INSA-Ranking. Bei seiner ersten Erhebung landete er direkt auf Position zwei – eine bemerkenswerte Leistung. Für Özdemir setzt sich damit eine erfolgreiche Phase fort: Erst vor einer Woche gewann er die Landtagswahl in Baden-Württemberg mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,5 Prozentpunkten vor der CDU.

Söder fällt damit auf Rang drei, Wüst auf Platz vier. Auch im weiteren Feld gibt es Verschiebungen: SPD-Chef Lars Klingbeil (48) klettert von Platz sechs auf fünf, während Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (53, CDU) von fünf auf sechs abrutscht. Innenminister Alexander Dobrindt (55) verliert deutlich und fällt von Rang vier auf sieben. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann (48) behält Platz acht, Arbeitsministerin Bärbel Bas (57, SPD) geht von sieben auf neun zurück.

Wurde ausgerechnet vom Grünen Cem Özdemir im Beliebtheitsranking überholt: Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder (59)
Wurde ausgerechnet vom Grünen Cem Özdemir im Beliebtheitsranking überholt: Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder (59)

Im mittleren Bereich konnten mehrere Politikerinnen zulegen: Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek (37) steigt von elf auf zehn, AfD-Chefin Alice Weidel (47) von zwölf auf elf, Grünen-Chefin Franziska Brantner (46) von 14 auf zwölf und Sahra Wagenknecht (56) von 16 auf 13.

Merz verliert weiter an Boden

Zu den Verlierern der Woche zählt FDP-Chef Christian Dürr (48), der von Platz zehn auf 14 abstürzt. Ines Schwerdtner (36), Vorsitzende der Linken, verbessert sich auf Rang 15, während Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge (41) auf 16 fällt. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (52, CDU) macht einen kleinen Schritt auf Platz 17.

Besonders hart trifft es Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU), der weiter an Zustimmung verliert und von Platz 15 auf 18 abrutscht. Am Ende der Liste bleibt alles unverändert: AfD-Chef Tino Chrupalla (50) auf 19 und Unions-Fraktionschef Jens Spahn (45) auf 20.