Wassenberg (NRW) – Rund drei Monate nach dem gewaltsamen Tod des Hells-Angels-Rockers Ömer (37) hat die Polizei nun drei Tatverdächtige festgenommen. Zwei Männer im Alter von 23 Jahren sollen den Rocker mit einer Serie von Schüssen getötet haben. Ein 26-Jähriger wird beschuldigt, die beiden gegen Bezahlung mit dem Auftrag betraut zu haben, wie die Staatsanwaltschaft Aachen mitteilte.

Zu den näheren Umständen der Tat hielten sich die Ermittler aus ermittlungstaktischen Erwägungen zunächst bedeckt. Ömer wurde am Abend des 11. Mai vor seinem Wohnhaus erschossen. Ein Soldat der Bundeswehr, der zufällig vorbeikam, versuchte noch, Erste Hilfe zu leisten, und auch ein Rettungshubschrauber wurde alarmiert. Doch für den Familienvater kam jede Hilfe zu spät – er verstarb noch am Ort des Geschehens.

Öffentliche Fahndung mit Phantombildern

Nach dem tödlichen Angriff führte die Spur der Täter zunächst ins Leere. Die Polizei veröffentlichte Phantombilder, um die Flüchtigen zu finden. Die Angreifer hatten mehrfach auf den Rocker geschossen und waren anschließend in einem grauen Mitsubishi Eclipse Cross geflohen – so schilderten es Zeugen. Am Fahrzeug befanden sich die zuvor in Wassenberg (Nordrhein-Westfalen) gestohlenen Kennzeichen HS-H 1930.

Hells Angel Ömer (37) hinterlässt eine Frau und zwei kleine Kinder

Alle drei Festgenommenen befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft, so die Staatsanwaltschaft. Die Ermittler stufen die Tat als Fall von „Crime as a Service“ ein – ein Modell, bei dem Straftäter gegen Bezahlung Auftragstaten für andere ausführen oder vermitteln.