Palma de Mallorca (Spanien) – Collien Fernandes (44) setzt sich seit Jahren gegen pornografische Deepfakes zur Wehr. In der ZDF-Dokumentation „Die Spur: Deepfake-Pornos – Missbrauch im Netz“, die Mitte Dezember 2024 gezeigt wurde, deckte sie zahlreiche Fake-Profile auf, die in ihrem Namen mit Männern auf sozialen Netzwerken kommunizierten. Wie ein „Spiegel“-Bericht am Donnerstag offenbarte, folgte der eigentliche Schock jedoch aus dem eigenen Haushalt: Erst am ersten Weihnachtstag 2024 erfuhr Fernandes von ihrem damaligen Ehemann Christian Ulmen (50), dass er sich jahrelang online als sie ausgegeben und sexuelle Chats unter ihrem Namen geführt hatte. Die Trennung des Paares wurde im September 2025 öffentlich.
Kurz vor der Ausstrahlung der Dokumentation gab die Schauspielerin Anfang Dezember 2024 ein Interview. Darin legte sie offen, dass ihre falschen digitalen Identitäten sogar finanziell von ihrem Körper profitierten! Nach ihrer Strafanzeige gegen Unbekannt erhielt sie jedoch von der Polizei die Antwort: „Wir können Sie hier nicht als Geschädigte führen, Ihnen ist dadurch ja kein Schaden entstanden!“

Falsche Profile forderten Geld von der echten Fernandes
Während der Dreharbeiten zur Doku begab sich Fernandes damals selbst auf die Suche nach den Tätern. Von der Beteiligung ihres Ex-Partners wusste sie zu diesem Zeitpunkt noch nichts. Fernandes sagte 2024: „Ich habe selbst Kontakt zu einem der Fake-Profile aufgenommen. Ich gab mich als Tobias aus und schrieb mit der falschen Collien.“ Als sie nachfragte, ob es sich wirklich um die echte Collien handle, habe ihr das Fake-Profil „Fotos geschickt, wie sie bzw. ich“ gerade im Bett liege.
Schließlich verlangte die falsche Collien sogar „Geld von ,Tobias‘ bzw. mir…“. Sie versuchte, ihm ein Ticket „für ein großes „Meet & Greet“-Event zu verkaufen“. Die TV-Persönlichkeit fügte hinzu: „Ein Ticket kostet zwischen 50 und 60 Euro. Wenn fast 5.000 Leute ihrem Fake-Profil folgen, kann da eine beträchtliche Summe zusammenkommen.“ Ob damals Ulmen oder ein anderer Täter dahintersteckte, ist bislang unklar.
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Polizei verneinte einen entstandenen Schaden
Hat die Schauspielerin („Traumschiff“) den Betrugsvorfall zur Anzeige gebracht? „Ja! Ich habe den Chat und die Fotos per Screenshot festgehalten und bin damit zur Polizei gegangen. Ich sagte den Beamten: Hier gibt sich jemand als mich aus!“
Die anschließende Reaktion ließ sie nur noch fassungslos zurück. „Daraufhin fragte das LKA nur: ,Haben Sie das Geld denn überwiesen?‘ Ich verneinte, weil ich ja wusste, dass ich das nicht war. Dann erklärten die Beamten: Wir können Sie hier nicht als Geschädigte führen, Ihnen ist dadurch ja gar kein Schaden entstanden!‘“
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Für die Schauspielerin war diese Begründung unverständlich: „Das hat mich fassungslos gemacht. Ich fühle mich geschädigt, weil mein Ruf Schaden nimmt, wenn ich Nachrichten bekomme, in denen sich Leute beschweren, dass ich meine Fans abzocken würde.“
Auch im Tagesthemen-Interview am Freitag thematisierte sie diesen Vorfall. Das größte Problem sei, dass sich die Täter zu sicher fühlen könnten, so Fernandes weiter. Besonders in Deutschland. Über Ulmen sagte sie: „Der Täter hat seinen Hauptwohnsitz in Spanien. Dadurch hatten wir die Möglichkeit, den Sachverhalt in Spanien anzuzeigen. Und dort sind die Gesetze wesentlich schärfer. Das zeigt doch, dass Deutschland ein absolutes Täterparadies ist, wenn der Täter ein sehr umfangreiches Schreiben vorlegt, in dem es nur darum geht, dass bitteschön Deutschland zuständig sein soll. Das zeigt ein großes Versagen, eine große Schutzlücke in der Justiz.“
War das Verhalten des Polizisten bei der Anzeigenaufnahme korrekt? Der Berliner Rechtsanwalt Alexander Pabst erläutert gegenüber BILD: „Im Prinzip ja, denn: Für einen Betrug brauche ich einen Vermögensschaden. Das heißt: Jemand muss sich ungerechtfertigterweise in meinem Namen bereichert haben. Aber genau daran fehlt es hier offenbar: Denn die ermittelnde Behörde konnte offenbar schon keinen Anfangsverdacht feststellen, nachdem Frau Fernandes die Anzeige gestellt hatte. Und genau dieses Problem hat der Polizist mit seiner Frage umrissen.“
Und weiter: „Die Frage ist aber völlig hypothetisch, da es reine Spekulation ist, ob es jemanden gab, der sich daran bereichert haben könnte. Ermittelt wurde wohl niemand. Sonst hätte die ermittelnde Behörde das Verfahren nicht eingestellt.“
Auf Anfragen reagierten weder Collien Fernandes noch Christian Ulmen persönlich. Sein Anwalt Christian Schertz übersandte lediglich ein Informationsschreiben. Darin heißt es: „Die Berichterstattung ist nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig. Wir sind daher auch beauftragt, gegen den SPIEGEL rechtliche Schritte einzuleiten.“ Es würden weiterhin „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung“ verbreitet.


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