Dortmund (Nordrhein-Westfalen) – Ein schockierender Vorfall in einem ICE: Ein 23-jähriger syrischer Asylbewerber, der der Polizei bereits bekannt ist, soll versucht haben, eine 15-Jährige auf der Zugtoilette zu vergewaltigen. Das Mädchen wehrte sich und flüchtete aus dem WC. Eine couragierte Mitreisende stoppte den Angreifer.

Wie die Polizei auf Anfrage bestätigte, ereignete sich die Tat am 22. April gegen 1 Uhr im ICE 921. Ein Sprecher erklärte: „Nach einer ersten Bewertung der Staatsanwaltschaft Dortmund besteht der Anfangsverdacht einer sexuellen Belästigung in Verbindung mit einer Körperverletzung.“

Mutige Reisende greift ein

Doch selbst nachdem sich das Mädchen losgerissen hatte, setzte der Täter seine Attacke fort: Er folgte ihr und griff sie im Gang erneut an. Eine Mitreisende verständigte das Zugpersonal, das der Jugendlichen zu Hilfe kam.

Im WC des ICE 921 versuchte der Syrer, das Mädchen zu vergewaltigen
Im WC des ICE 921 versuchte der Syrer, das Mädchen zu vergewaltigen

Keine Untersuchungshaft

Ein Polizeisprecher sagte: „Nach ersten Erkenntnissen besteht eine Beziehung zwischen dem Tatverdächtigen und der 15-Jährigen.“

Bahnmitarbeiter hielten Bashar A. nach dem Vorfall im ICE fest, bis der Zug am Hauptbahnhof Dortmund (Gleis 16) eintraf und die Bundespolizei ihn festnahm. Trotz der Schwere der Tat und seiner Vorstrafen wurde der Mann jedoch wieder freigelassen. Der Polizeisprecher erklärte: „Die besonderen Voraussetzungen für eine Untersuchungshaft lagen nicht vor.“ Ein Richter sah demnach weder Flucht- noch Wiederholungsgefahr.