Köln – Er galt als einer der meistgesuchten Rocker Deutschlands. Der ehemalige Chef der Kölner Hells-Angels-Ortsgruppe „C-Town“, Erkan Akyol (39), war mit internationalem Haftbefehl wegen Mordes gesucht. Nach Informationen aus mehreren unabhängigen Quellen ist der Rocker nun tot. Sein Tod ereignete sich unter ungeklärten Umständen im Iran.
Der türkische Staatsbürger war weltweit zur Fahndung ausgeschrieben, nachdem er 2015 in Köln einen Albaner (29) getötet haben soll. Akyol floh daraufhin in die Türkei, wo er aufgrund seiner Staatsbürgerschaft nicht ausgeliefert wurde. Doch auch dort geriet der Schwerverbrecher in Konflikt mit der Unterwelt. Im Jahr 2025 wurde in einem Istanbuler Lokal ein Anschlag auf ihn verübt.

Nach überstandenem Anschlag Flucht in den Iran
Der Rocker überlebte den Angriff mit einer Schussverletzung am Bein, eine unbeteiligte Frau wurde ebenfalls getroffen. Anschließend soll Akyol den Mord an einem iranischen Geschäftsmann in Auftrag gegeben haben. Da das Opfer überlebte, nahm die türkische Polizei die Fahndung nach dem Rocker auf. Vor sechs Monaten setzte sich Akyol daraufhin in den Iran ab.

Offizielle Todesursache: Herzinfarkt
Nach BILD-Informationen hielt sich der 39-Jährige in Karadsch auf, einer Stadt mit zwei Millionen Einwohnern nahe Teheran. Dort suchte er Schutz bei dem ebenfalls gesuchten Gangster Ahmet N. Akyol soll am Sonntag, dem 15. März, gestorben sein. Die örtliche Polizei bestätigte seinen Tod in einem offiziellen Schreiben, das BILD vorliegt. Darin heißt es: „Die betreffende Person begab sich in ein medizinisches Zentrum, um einen Arzt oder Zahnarzt aufzusuchen, und wurde dort behandelt. Dem Bericht zufolge erlitt sie einige Stunden später einen Herzinfarkt und verstarb.“

Eine unabhängige Überprüfung dieser Angaben ist im Iran nicht möglich. Auch deutsche Polizei- und Staatsanwaltschaftsbehörden sind über Akyols Tod informiert, äußern sich gegenüber BILD jedoch nicht dazu.
Verdacht auf Giftanschlag
In der Kölner Rockerszene wird die offizielle Herzinfarkt-Version bezweifelt. Stattdessen wird ein Giftanschlag für möglich gehalten. Denn auch Akyols Kontakt Ahmet N. soll laut nformationen Vergiftungssymptome wie Nierenversagen zeigen und um sein Leben kämpfen. Wer ein Motiv für einen Anschlag auf die beiden haben könnte, bleibt unklar.
Für Akyols in Köln lebende Angehörige stellt sich ein weiteres Problem: Aufgrund des Krieges im Iran kann der Leichnam nicht ausgeflogen werden, und auch ein Landtransport gilt als zu riskant. Eine unabhängige Untersuchung der Todesursache ist daher vorerst nicht möglich.
Wechsel von den Hells Angels zu den Bandidos
Zuletzt hatte Erkan Akyol im Dezember 2025 für Aufsehen in der Szene gesorgt, als er seinen Übertritt zu den Bandidos bekannt gab. In einem Video spuckte er auf das heilige Symbol der Hells Angels: die Kutte. Dies wurde als Kriegserklärung gewertet. Im Internet trauert nun Deniz S., der Boss der Bandidos „West Area“, mit einem Schwarzweiß-Foto, das Akyol mit einem „Dhū l-faqār“-Schwert zeigt – einem wichtigen Symbol für Schiiten und Alewiten. Er schreibt: „Möge er in Frieden ruhen, mein Bruder, der Löwe.“ Akyols jüngerer Bruder hat sein Instagram-Profil schwarz eingerahmt.
Mit Akyol starb bereits der zweite bekannte deutsche Rocker im Iran. Vor zwei Jahren wurde Ramin Yektaparast (36), ehemaliger Boss der Hells Angels in Mönchengladbach und ebenfalls wegen Mordes gesucht, in Teheran erschossen.


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