Saalfeld – 40.000 Euro sind kein kleiner Betrag. So viel Geld benötigt ein Gymnasium in Thüringen, um den fast 100 Jahre alten Schulflügel reparieren zu lassen. 10.000 Euro davon übernimmt die Kulturstiftung der Sparkasse – ein Engagement, über das auch die Lokalzeitung berichtet. Doch das veröffentlichte Foto sorgt plötzlich für Ärger: Auf der Tafel im Hintergrund ist der Schriftzug „Fuck AfD“ zu sehen. Brisant daran: Als das Bild aufgenommen wurde, stand dieser Satz dort offenbar gar nicht.
Für das Foto hatten sich mehrere Beteiligte im Heinrich-Böll-Gymnasium in Saalfeld um das historische Instrument versammelt – darunter der Schulleiter, der Chef der Stiftung, zwei Vertreter des Schulfördervereins sowie eine Delegation der örtlichen Sparkasse.
Nach der Veröffentlichung meldeten sich jedoch Leser bei der Sparkasse. Vorstandssekretär Max Rößner berichtet, dass man den Hinweis erhielt, sich das Bild noch einmal genauer anzusehen. Dabei fiel ihm der Schriftzug auf der Tafel auf – der auf seinen eigenen Aufnahmen des Termins nicht zu sehen war.
Rößner bat daraufhin die Lokalzeitung, das Foto auszutauschen. Seine Begründung: Als öffentlich-rechtliches Institut sei die Sparkasse zur politischen Neutralität verpflichtet.

Doch wie kam der politische Kraftausdruck überhaupt auf das Pressefoto? Offenbar wurde das Bild nachträglich manipuliert.
Schulleiter Ralf Schröter erklärte gegenüber Thepik: „Bei der Zusammenstellung der Pressemitteilung wurde der Schulleitung versehentlich eine bearbeitete Bilddatei anstelle des Originals übergeben. Die Bearbeitung stammt von einer Lehrkraft. Die Schulleitung hat die Veränderung bei der Übernahme in die Pressemitteilung nicht bemerkt.“
Wer genau das Foto bearbeitet hat, wie die Person an die Aufnahme gelangte und welches Motiv dahintersteckt, ließ der Schulleiter offen. Nur so viel stellte Schröter klar: „Die Lehrkraft, die das Foto bearbeitet hat, hat dieses weder aufgenommen noch die Pressemitteilung versendet.“
Die Datei wurde demnach über eine andere Lehrkraft weitergegeben.
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Thüringen, AfD und Ärger um einen „Flügel“ – das gab es schon einmal: Gemeint ist der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte Zusammenschluss „Der Flügel“ innerhalb der AfD um Landeschef Björn Höcke, der 2020 offiziell aufgelöst wurde.
Der aktuelle Vorfall an der Schule sorgt nun auch politisch für Reaktionen. Der AfD-Landtagsabgeordnete Thomas Benninghaus kritisiert den Umgang scharf:
„Unser Bildungssystem scheint eine indoktrinierende Haltung zu fördern. Schülern wird ein einseitig links-grünes Weltbild vermittelt, und man hat überhaupt kein Problem damit, eine demokratisch gewählte Partei zu verunglimpfen. Wir erwarten an unseren Schulen Neutralität – die scheinbar nicht einmal mehr durch die Lehrer gegeben ist.“
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Auch das Thüringer Bildungsministerium reagiert auf den Vorfall.
Felix Voigt (46), Sprecher von Bildungsminister Christian Tischner (CDU), stellt klar: „Das parteipolitische Neutralitätsgebot an Schulen gilt unterschiedslos in alle politischen Richtungen. Parteipolitische Positionierungen – gleich welcher Art – haben in der schulischen Kommunikation keinen Platz.“
Das zuständige Schulamt prüft inzwischen mögliche dienstrechtliche Schritte gegen den Lehrer, der das Foto bearbeitet haben soll.


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