Die monatliche Zahlung ist beglichen, der Vertrag neigt sich dem Ende zu, und das Auto muss zum Anbieter zurück. Doch genau dieser Zeitpunkt sorgt bei zahlreichen Fahrzeughaltern für unliebsame Überraschungen. Denn unabhängig davon, ob es sich um ein Auto-Abo oder ein Leasing handelt: Bei der Rücknahme werden Schäden, fehlendes Zubehör oder übersehene Abnutzungsspuren genauestens unter die Lupe genommen. Rasch können daraus Zusatzforderungen von mehreren Tausend Euro entstehen.

Besonders kritisch wird es bei Fahrzeugen, die mehrere kleinere Beschädigungen aufweisen. Selbst eine Vollkaskoversicherung bietet hier nur eingeschränkten Schutz vor hohen Mehrkosten. Der Grund: Die vereinbarte Selbstbeteiligung kann für jeden einzelnen Schadensfall separat fällig werden. Ein Parkschaden, Kratzer auf den Felgen oder Lackbeschädigungen werden häufig unabhängig voneinander bewertet.

Schäden günstig beheben: Beim Smart-Repair werden Kratzer oder Dellen punktgenau ausgebessert. Das Ergebnis ist meist zufriedenstellend und die Reparatur kostet deutlich weniger als das Austauschen und Lackieren ganzer Karosserieteile

Im Durchschnitt werden bei der Fahrzeugrückgabe 2000 bis 3000 Euro für die Schadensbehebung verlangt. Daher ist es sinnvoll, die Rückgabe rechtzeitig zu planen. Wer erst am letzten Tag sein Auto inspiziert, vergibt oft die Möglichkeit, kleinere Mängel vorab kostengünstig beheben zu lassen.

Sieben goldene Regeln für die Rückgabe

  1. Auto gründlich reinigen: Ein gepflegtes Fahrzeug hinterlässt nicht nur einen besseren Eindruck.

  2. Kratzer, Dellen und andere Schäden werden besser sichtbar und können vor der Rückgabe noch repariert werden.

  3. Kleine Schäden mit Smart-Repair beseitigen lassen: Kratzer im Lack, kleine Dellen oder Schäden an den Felgen lassen sich so oft für Beträge zwischen 80 und 300 Euro beheben. Das ist in der Regel deutlich günstiger als spätere Forderungen des Anbieters.

  4. Ein Vorab-Gutachten erstellen lassen: Ein Zustandsbericht von Dekra, TÜV oder GTÜ schafft Klarheit über den Fahrzeugzustand vor der Abgabe. Die Kosten liegen normalerweise zwischen 150 und 300 Euro, können sich aber schnell auszahlen, falls es später zu Unstimmigkeiten kommt.

  5. Den Fahrzeugzustand fotografieren: Aufnahmen von Karosserie, Felgen, Innenraum und Kilometerstand können später dabei helfen, den Zustand des Wagens zu belegen.

  6. Zubehör auf Vollständigkeit prüfen: Schlüssel, Ladekabel, Bordmappe oder andere mitgelieferte Teile sollten vor dem Termin überprüft werden. Fehlendes Zubehör kann zusätzliche Kosten nach sich ziehen.

  7. Das Rückgabeprotokoll genau kontrollieren: Bei der Fahrzeugabgabe sollte sorgfältig überprüft werden, welche Schäden festgehalten werden. Dokumentiert werden sollten ausschließlich tatsächlich vorhandene und nachvollziehbare Mängel.

  8. Alle Unterlagen aufbewahren: Fotos, Reparaturrechnungen und Gutachten sollten auch nach Vertragsende archiviert werden. Sie können bei späteren Nachfragen oder Forderungen als wichtige Belege dienen.

Fazit: Die Investition in Smart-Repair und ein Gutachten kann sich schnell lohnen. Sollten später Nachforderungen wegen angeblicher Schäden eingehen, dienen Fotos und Gutachten als wertvolles Gegengewicht und sparen im besten Fall mehrere Hundert Euro.